Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Strom aus Biomasse nachhaltig erzeugen

Strom aus Biomasse nachhaltig erzeugen

Berlin, 29.07.2009. Für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dürfen zukünftig nur noch Pflanzenöle eingesetzt werden, die nachhaltig hergestellt worden sind. Das machte jetzt das Bundesumweltministerium (BMU) mit Hinweis auf die Nachhaltigkeitsverordnung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung) deutlich, die inzwischen veröffentlicht worden ist und am 24. August 2009 in Kraft tritt.

Rapsfeld
Rapsfeld

Die Nachhaltigkeitsverordnung sehe vor, dass flüssige Biomasse, zum Beispiel Raps-, Palm- und Sojaöl, die nach dem EEG vergütet werde, so hergestellt werden müsse, dass ihr Einsatz zur Stromerzeugung im Vergleich zu fossilen Energieträgern mindestens 35 % weniger Treibhausgase freisetze. Des Weiteren dürfen die Pflanzen nicht auf Flächen mit hohem Naturschutzwert, wie etwa Regenwäldern oder Feuchtgebieten, angebaut worden sein. Diese Anforderungen an die Nachhaltigkeit müssten bei flüssiger Biomasse eingehalten werden, die ab 1. Januar 2010 zur Stromerzeugung eingesetzt und nach dem EEG vergütet werde. Für flüssige Biomasse aus der eingelagerten Ernte und der Ernte 2009 gelten laut BMU für das Jahr 2010 Übergangsregelungen. Der Nachweis dieser Anforderungen erfolge mit Hilfe von Zertifizierungssystemen und Zertifizierungsstellen, die jeweils von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anerkannt sein müssen.

 

Bauernverband kritisiert Nachhaltigkeitsverordnung

Berlin, 03.07.2009. Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert, dass die neue Nachhaltigkeitsverordnung für die deutsche Landwirtschaft eine überflüssige zusätzliche Bürokratie mit sich bringt. Die deutschen Bauern stellten die Nachhaltigkeit des Anbaus von Biomasse für erneuerbare Energien ebenso sicher wie für Lebensmittel, erklärte der DBV anlässlich der Verabschiedung der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung im Deutschen Bundestag.
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