Große Unterschiede bei europäischen Verbraucherpreisen
Das Preisniveau sei in Dänemark am höchsten, hier zahle der Verbraucher 147 % des EU27-Durchschnitts, gefolgt von Irland (127 %) und Finnland (125 %). Alle zwölf neuen Beitrittsländer (außer Zypern) lägen noch deutlich unterhalb des EU27-Durchschnittes, Schlusslichter bildeten Bulgarien mit 67 %, Rumänien mit 71 % und Polen mit 75 %. Die niedrigen Werte der neuen Beitrittsländer seien in erster Linie durch die vergleichsweise geringere Kaufkraft in diesen Ländern begründet. Deutschland liege, trotz einer starken Kaufkraft, im Mittelfeld. Aufgrund des starken Preiskampfes der Discounter liege das Preisniveau für die deutschen Verbraucher nur 6 % über dem EU-Durchschnitt.
Im Bereich alkoholische Getränke und Tabakwaren seien die Unterschiede am größten. Hier lägen Unterschiede des Preisniveaus von 61 % in Rumänien und 184 % in Irland vor. Der Grund für den großen Unterschied in diesem Bereich sei die stark abweichende Besteuerung von alkoholischen Getränken. Aufgrund unterschiedlicher Mehrwertsteuersätze könne noch nicht allein ein direkter Rückschluss auf den Wettbewerb in der Wertschöpfungskette gezogen werden, so Eurostat.