Misere auf dem Getreidemarkt
In einer Aussprache mit dem Handel und der Verarbeitung diskutierte der Bauernverband die aktuellen Einschätzungen zu den Weltmärkten sowie der in Europa zu Ende gehenden Getreideernte und die Konsequenzen daraus. Den Erzeugern wurde geraten, die Märkte intensiv zu beobachten, wobei eine Aufsplittung der Vermarktung auf mehrere Zeitpunkte in Betracht gezogen werden sollte.
Die enormen Preisschwankungen bei Getreide und Betriebsmitteln, hervorgerufen durch internationale Entwicklungen und Witterungsschwankungen, zeigten die Bedeutung der Risikovorsorge. Deshalb erneuerten die Fachausschussmitglieder ihre Forderung nach einer steuerfreien Risikorückstellung. Die Betriebe müssten in die Lage versetzt werden, durch die Rückstellung finanzieller Mittel in wirtschaftlich guten Jahren auch Durststrecken überwinden zu können. Zudem sollten weitere deutliche Entlastungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählt die Landwirtschaft auch eine weitere Reduzierung des deutschen Steuersatzes auf Agrardiesel, der im europäischen Vergleich immer noch der Höchste sei.