Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Gegen Solarzellen auf Äckern und Grünland

Gegen Solarzellen auf Äckern und Grünland

Berlin, 03.09.2009. Auf Ackerflächen muss grundsätzlich die Produktion von Nahrungsmitteln, Futtermitteln und Biomasse für die Bioenergieerzeugung Vorrang haben. Das fordert der Fachausschuss für Nachwachsende Rohstoffe des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und setzt sich dafür ein, dass wertvolle Acker- und Grünlandfläche vor Überbauung geschützt werden.

Felder und Wiesen sollen grün bleiben
Felder und Wiesen sollen grün bleiben

Augenblicklich entstünde in vielen Kommunen eine Welle von Bauanträgen für großflächige Fotovoltaikanlagen, was viele landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Zukunftsentwicklung bedrohe. Der DBV fordert daher bei der Errichtung von Fotovoltaikanlagen einen Vorrang für Dachflächen, für bereits versiegelte Flächen und Konversionsflächen vor landwirtschaftlichen Nutzflächen. Landwirtschaftlichen Nutzfläche dürfe nur noch dann für Fotovoltaikanlagen genutzt werden, wenn für diese Fläche kein nachhaltiges Nutzungsinteresse von Seiten der Landwirtschaft bzw. keine Gefährdung der Entwicklungsmöglichkeiten der ortansässigen landwirtschaftlichen Betriebe bestehe. An die Kommunen appelliert der Bauernverband, dies bei der Bauleitplanung zu beachten. Bei der Standortwahl von Fotovoltaikanlagen müssten grundsätzlich agrarstrukturelle Belange besonders berücksichtigt werden. Es dürfe auch kein zusätzlicher Flächenverbrauch durch Ausgleichsflächen für Fotovoltaikanlagen entstehen.

 

Strom aus Biomasse nachhaltig erzeugen

Berlin, 29.07.2009. Für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dürfen zukünftig nur noch Pflanzenöle eingesetzt werden, die nachhaltig hergestellt worden sind. Das machte jetzt das Bundesumweltministerium (BMU) mit Hinweis auf die Nachhaltigkeitsverordnung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung) deutlich, die inzwischen veröffentlicht worden ist und am 24. August 2009 in Kraft tritt.
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