Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Aktionsplan zu Nachwachsenden Rohstoffen

Aktionsplan zu Nachwachsenden Rohstoffen

Berlin, 08.09.2009. Die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe leistet mit ihrem hohen Innovationspotenzial einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, zur Einsparung fossiler Ressourcen und zur Stärkung von Wertschöpfung und Beschäftigung. Das sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner anlässlich der Vorstellung des Aktionsplans der Bundesregierung zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

Nachwachsende Naturbaustoffe
Nachwachsende Naturbaustoffe

Die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe vereine ein hohes Innovationspotenzial mit einer hohen Wertschöpfung durch Erzeugung, Verarbeitung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Darüber hinaus leiste sie wichtige Beiträge zum Klimaschutz und zur Sicherheit der Rohstoffversorgung in Deutschland. Schließlich helfe sie mit, Abfälle, die oftmals teuer zu entsorgen sind, zu vermeiden.

Insbesondere im Bereich der Herstellung von biobasierten Chemikalien (Weiße Biotechnologie) und Werkstoffen sei in den kommenden Jahren mit hohen Wachstumsraten zu rechnen. "Schon jetzt trägt die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe dazu bei, 53.000 Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Darüber hinaus ist der größte Teil der 1,2 Mio. Beschäftigen im Holz- und Forstbereich der stofflichen Nutzung zuzurechnen. Ein erheblicher Teil dieser Arbeitsplätze liegt in den ländlichen Räumen und stärkt dort Wertschöpfung und Beschäftigung“, so Aigner. Der Aktionsplan umfasst zwölf Handlungsfelder, in denen sich die Bundesregierung besonders engagiert, um den weiteren Ausbau der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu unterstützen und zu fördern. Der Aktionsplan wurde unter Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums erarbeitet und ergänzt den im April 2009 erarbeiteten Biomasse-Aktionsplan, der sich auf die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe konzentrierte.

 

Sonderschau Bioplastiks auf Interpack

Düsseldorf,30. April 2008. Die Interpack 2008 zeigt in der Sonderschau "Bioplastics in Packaging" eine Vielfalt von Biokunststoffen. Ein großer Teil der Exponate beruht auf Entwicklungen, die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit Forschungsmitteln unterstützt wurden. In den Produkten stecken Innovationen aus Rohstoffen wie Industriestärke, Cellulose, Zucker und pflanzliche Öle, die in der heimischen Landwirtschaft nachhaltig erzeugt wurden.

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