Aktionsplan zu Nachwachsenden Rohstoffen
Die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe vereine ein hohes Innovationspotenzial mit einer hohen Wertschöpfung durch Erzeugung, Verarbeitung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Darüber hinaus leiste sie wichtige Beiträge zum Klimaschutz und zur Sicherheit der Rohstoffversorgung in Deutschland. Schließlich helfe sie mit, Abfälle, die oftmals teuer zu entsorgen sind, zu vermeiden.
Insbesondere im Bereich der Herstellung von biobasierten Chemikalien (Weiße Biotechnologie) und Werkstoffen sei in den kommenden Jahren mit hohen Wachstumsraten zu rechnen. "Schon jetzt trägt die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe dazu bei, 53.000 Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Darüber hinaus ist der größte Teil der 1,2 Mio. Beschäftigen im Holz- und Forstbereich der stofflichen Nutzung zuzurechnen. Ein erheblicher Teil dieser Arbeitsplätze liegt in den ländlichen Räumen und stärkt dort Wertschöpfung und Beschäftigung“, so Aigner. Der Aktionsplan umfasst zwölf Handlungsfelder, in denen sich die Bundesregierung besonders engagiert, um den weiteren Ausbau der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu unterstützen und zu fördern. Der Aktionsplan wurde unter Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums erarbeitet und ergänzt den im April 2009 erarbeiteten Biomasse-Aktionsplan, der sich auf die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe konzentrierte.