Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Versorgung mit Eiweißfuttermitteln gefährdet

Versorgung mit Eiweißfuttermitteln gefährdet

Berlin, 08.10.2009. Die deutschen Tierhalter sind existenziell auf Eiweißfuttermittel vor allem auf Soja zur Fütterung ihrer Tiere angewiesen. Diese Versorgung ist aufs höchste gefährdet, wenn nicht umgehend pragmatische Toleranzschwellen für bisher nicht in der EU zugelassene GVO-Bestandteile eingeführt werden. Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin.

Ackerbohne als Eiweißfutter
Ackerbohne als Eiweißfutter

Futtermittelkontrolleure weisen nach bisher geltender Rechtslage bei Funden winzigster Spuren von in der EU noch nicht zugelassener GVO in Futtermittellieferungen ganze Schiffsladungen aus Übersee zurück. Der Bauernverband kritisiert, dass die dadurch steigenden Futtermittelkosten von den Tierhaltern getragen werden müssen. Es drohe inzwischen bereits ein Versorgungsengpass bei Eiweißfuttermitteln für europäische Tiere. Der DBV verweist darauf, dass Fleisch, Milch und Eier künftig verstärkt aus Ländern importiert werden könnten, in denen der Einsatz dieser GVO-Futtermittel erlaubt sei. Um die heimische Erzeugung konkurrenzfähig zu halten, müsse Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sich auf EU-Ebene klar von der geltenden Nulltoleranzpolitik für entsprechende GVO distanzieren und sich damit für die deutschen Tierhalter einsetzen. Um diese Forderung zu untermauern, startete der Bauernverband gemeinsam mit seinen Landesbauernverbänden eine elektronische Postkartenaktion.

 

Raiffeisenpräsident sieht Chancen der Gentechnik

Berlin/Üplingen, 07.07.2009. Die Grüne Gentechnik wird weltweit immer mehr zur Selbstverständlichkeit. „Diese Technologie bietet auch für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft erhebliche Chancen. Wir sollten diese Möglichkeiten nicht verspielen“, erklärte Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), beim InnoPlanta Forum vor rund 150 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
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