Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Gute Finanzierungsbedingungen für Landwirtschaft

Gute Finanzierungsbedingungen für Landwirtschaft

Frankfurt/M., 28. Oktober 2009. Die Finanzierung ihrer Investitionen ist für die meisten landwirtschaftlichen Betriebe nach wie vor kein Problem. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Rentenbank. Trotz äußerst schwieriger Agrarmärkte und anhaltender Finanzmarktkrise hätten sich die Kreditkonditionen für 82 % der Landwirte im letzten halben Jahr nicht verschlechtert. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen fänden Landwirte günstige Finanzierungsbedingungen vor.

1 Euro-Münze
1 Euro-Münze

Diese erstreckten sich dabei über alle Investitionsbereiche. Lediglich 18 % der befragten Landwirte berichteten über Erfahrungen mit ungünstiger werdenden Kreditbedingungen. Genannt würden hierbei insbesondere höhere Zinsaufschläge oder gestiegene Anforderungen an die Kreditsicherheiten. Ablehnungen von Kreditanfragen blieben Einzelfälle.

„Die positiven Ergebnisse der Befragung spiegeln sich auch in unserem Fördergeschäft wider", kommentierte Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstands der Rentenbank. So konnte die Förderbank für das Agribusiness im laufenden Jahr allein 1 Mrd. Euro aus ihrem Programm „Energie vom Land" an neuen Krediten zusagen. Die Finanzierungen von Investitionen in Erneuerbare Energien stiegen damit gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum nahezu auf das Fünffache. Etwa 641,3 Mio. Euro entfielen dabei auf Fotovoltaikinvestitionen und 299,3 Mio. Euro auf die Finanzierung von Biogasanlagen. Auch bei den klassischen landwirtschaftlichen Finanzierungen sei ein lebhaftes Neugeschäft zu verzeichnen. Teilweise liege die Nachfrage auch hier über dem hervorragenden Vorjahresniveau. Auch die von Bund und Ländern vergünstigten Liquiditätshilfedarlehen der Rentenbank würden weiterhin rege in Anspruch genommen, so Dr. Dahmen. Bisher wurden bereits über 500 Mio. Euro an 9.000 Landwirte zugesagt. Die Nachfrage in den einzelnen Ländern sei jedoch sehr unterschiedlich. Deshalb würden die bereits ausgeschöpften Plafonds für Bayern und Schleswig-Holstein durch nicht in Anspruch genommene Mittel aus anderen Bundesländern aufgestockt.

 

Bundeshaushalt stärkt zukunftsfähige Landwirtschaft

Berlin, 24.06.2009. Das Bundeskabinett hat den Bundeshaushalt 2010 beschlossen. Für das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sind darin Ausgaben in Höhe von insgesamt rund 5,44 Mrd. Euro eingeplant. "Dieser Etat ist eine gute Basis und setzt wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Agrar- und Verbraucherpolitik", sagte Bundesministerin Ilse Aigner. Die landwirtschaftliche Sozialpolitik behält ihren herausgehobenen Stellenwert im Etatentwurf. Mit 3,7 Mrd. Euro trägt der Bund zu rund 60 % die Ausgaben der landwirtschaftlichen Alterssicherung sowie der landwirtschaftlichen Kranken- und Unfallversicherung. Für die landwirtschaftliche Unfallversicherung werden vom Bund insgesamt 140 Mio. Euro und damit deutlich mehr Mittel als ursprünglich geplant zur Verfügung.
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