Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Nachhaltiger Energiepflanzenanbau für Energiemix

Nachhaltiger Energiepflanzenanbau für Energiemix

Berlin, 18.11.2009. „Die neue Bundesregierung setzt auf Bioenergie und Energiepflanzen als wichtigen Baustein im Energiemix der Zukunft. Die Koalitionsvereinbarungen schaffen gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung dieses Bereichs." Das erklärte Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) anlässlich des Symposiums Energiepflanzen Von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Energiepflanzen sei dabei die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien. Beim heimischen Anbau seien diese durch die Anforderungen der guten fachlichen Praxis und der cross compliance Regeln weitgehend abgedeckt.

Energie aus Pflanzen
Energie aus Pflanzen

Darüber hinaus habe die Bundesregierung mit den Nachhaltigkeitsverordnungen im Strom- und Biokraftstoffbereich wichtige Schritte getan, um die Nachhaltigkeit von Biomasse unabhängig von der Herkunft sicherzustellen, so Müller weiter. Ein weiterer Schritt werde mit dem im Koalitionsvertrag verankerten Ziel anvisiert, entsprechende Nachhaltigkeitsregelungen auch auf Pflanzen für die Nahrungs- und Futtermittelerzeugung zu erweitern.

In den letzten drei Jahren habe der Anbau nachwachsender Rohstoffe jeweils bei etwa 2 Mio. ha Ackerfläche gelegen. Etwa 85 % davon stand den Energiepflanzen zur Verfügung. Aus Raps, Mais, Zuckerrüben und Getreide entstünden in Deutschland Treibstoffe, Wärme und Strom. Sie verringerten Rohstoffimporte und Treibhausgasemissionen und stärkten die Wertschöpfung vor allem im ländlichen Raum. Das BMELV begleitet den Energiepflanzenanbau über das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe. Dazu werden nach BMELV-Information derzeit mehr als 100 Projekte zur Optimierung der Energiepflanzenproduktion über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe mit einem Gesamtvolumen von über 35 Mio. Euro unterstützt.

 

Aktionsplan zu Nachwachsenden Rohstoffen

Berlin, 08.09.2009. Die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe leistet mit ihrem hohen Innovationspotenzial einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz, zur Einsparung fossiler Ressourcen und zur Stärkung von Wertschöpfung und Beschäftigung. Das sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner anlässlich der Vorstellung des Aktionsplans der Bundesregierung zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.
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