Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Biokraftstoffbranche fordert Maßnahmen

Biokraftstoffbranche fordert Maßnahmen

Berlin, 30.11.2009: Nach dem deutlichen Rückgang des Marktanteils biogener Kraftstoffe im Verkehrssektor von 7,1% in 2007 auf 5,9% in 2008 hat die Bundesregierung ihrem Koalitionsvertrag eine Wiederbelebung des Biokraftstoffmarktes versprochen. Im Entwurf des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes hat sie daher ein Festsetzen des aktuellen Steuersatzes auf reinem Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff für die nächsten drei Jahre beschlossen, anstatt die Energiesteuer weiter zu erhöhen. Doch werde diese Maßnahme für die angestrebte Wiederbelebung des Marktes nicht ausreichen, so das Fazit der über 450 Teilnehmer des 7. Internationalen BBE/UFOP-Fachkongresses „Kraftstoffe der Zukunft 2009“.

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In einem umfassenden Maßnahmenkatalog haben die Branchenverbände nun eigene Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeitet, um Anreize für eine stabile und nachhaltige Entwicklung der Biokraftstoffmärkte zu erreichen. „Der eigene Biokraftstoffbericht der Bundesregierung vom September dieses Jahres belegt schwarz auf weiß, dass eine wirtschaftliche Produktion von Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff für den Reinkraftstoffmarkt schon mit dem aktuellen Steuersatz von rund 18 Cent/Liter nicht möglich ist“, erklärte Helmut Lamp, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes BioEnergie (BBE). Deshalb forderte er, die Energiesteuer auf B100 und Pflanzenölkraftstoff auf maximal 10 Cent/Liter zu reduzieren. Außerdem wurde unterstrichen, dass mit dem im Koalitionsvertrag gefassten Beschluss zur Markteinführung von E10 und der Möglichkeit, die Biokraftstoffquote auch über Quotenzukauf zu erfüllen, die Entscheidungsgrundlage zur Kürzung der Biokraftstoffgesamtquote hinfällig geworden sei.

 

Nachhaltiger Energiepflanzenanbau für Energiemix

Berlin, 18.11.2009. „Die neue Bundesregierung setzt auf Bioenergie und Energiepflanzen als wichtigen Baustein im Energiemix der Zukunft. Die Koalitionsvereinbarungen schaffen gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung dieses Bereichs." Das erklärte Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) anlässlich des Symposiums Energiepflanzen Von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Energiepflanzen sei dabei die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien. Beim heimischen Anbau seien diese durch die Anforderungen der guten fachlichen Praxis und der cross compliance Regeln weitgehend abgedeckt.
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