Enttäuschendes Wirtschaftsjahr für Landwirte
Milchvieh- und Ackerbaubetriebe hatten im Wirtschaftsjahr 2008/09 besonders starke Einkommenseinbußen, so der DBV. Ihre Unternehmensergebnisse gingen um 45 % auf 29.300 Euro (Milchbetriebe) und um 18 % auf 43.000 Euro (Ackerbaubetriebe) zurück. Dagegen konnten die Veredlungsbetriebe ihr Ergebnis mit 54.800 Euro deutlich verbessern nach einem „Absturz“ in 2007/08 auf 11.500 Euro je Betrieb. Die Weinbaubetriebe erreichten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2008/2009 das Ergebnis des Vorjahres nicht, das Unternehmensergebnis ging im Durchschnitt um rund 20 % auf 39.000 Euro zurück. Bei den Öko-Betrieben verschlechterte sich das Einkommen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 4.500 auf 46.500 Euro je Betrieb. Hier haben nach Information des Bauernverbandes Zahlungen aus Agrarumweltprogrammen bzw. Flächenprämien für den ökologischen Landbau aber auch etwas festere Märkte zur Stabilisierung beigetragen.
Die Agrargenossenschaften in den neuen Bundesländern haben je Arbeitskraft 35.900 Euro erwirtschaftet. Die Nebenerwerbsbetriebe lagen beim Unternehmensergebnis bei durchschnittlich 4.700 Euro und damit 43 % unter dem Vorjahr. Die Auswertung nach Bundesländern weist erhebliche Unterschiede aus, je nach den Produktionsstrukturen in den Regionen, aber auch nach Produktions- und Erntebedingungen, so der Bauernverband. In den Bundesländern, in denen die Milchproduktion eine größere Bedeutung habe, wie zum Beispiel in Bayern, sanken die durchschnittlichen Unternehmensergebnisse besonders stark. In Nordrhein-Westfalen dagegen, wo die Veredlung relativ stark sei, konnten die Betriebe im Durchschnitt ihre Unternehmensergebnisse sogar etwas stabilisieren.