Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Lebensmittel müssen wieder mehr wert sein

Lebensmittel müssen wieder mehr wert sein

Berlin, 29.12.2009. Mit den vom ihm erzeugten Nahrungsmitteln konnte ein Landwirt 1900 etwa 4 Personen ernähren, 1950 bereits 10 und 2007 sogar 133 Personen. Dies ist einem enormen technischen Fortschritt und der innovativen Weiterentwicklung der deutschen Landwirtschaft zu verdanken. Daran erinnert der Deutsche Bauernverband (DBV). Doch solche Versorgungssicherheit und Qualität seien nicht zum Nulltarif zu erhalten.

Kartoffeln
Kartoffeln

Der Bauernverband fordert deshalb die Verarbeiter und insbesondere den Lebensmitteleinzelhandel zu einer verantwortungsvollen Preisgestaltung auf. Hochwertige landwirtschaftliche Produkte, die unter hohen Umwelt- und Tierschutzstandards erzeugt werden, müssten „ihren Preis“ haben. Die zwölf Preissenkungen bei Lebensmittel in diesem Jahr dürften in 2010 nicht weiter fortgesetzt werden, wollte man Bauernfamilien nicht ihre Existenz vernichten. Das charakteristische Bild der deutschen Kulturlandschaften, die durch bäuerliche Hand geschaffen und gepflegt werden, werde durch Existenz vernichtende Erzeugerpreise gefährdet.

 

Tierbestände in Deutschland rückläufig

Wiesbaden, 17.12.2009. Der Schweine- und Rinderbestand in Deutschland ist weiter rückläufig. Das teilt das Statistische Bundesamt nach Auswertung der jüngsten Viehzählung mit. Zum Stichtag 3. November 2009 wurden rund 26,6 Mio. Schweine und 12,9 Mio. Rinder gehalten. Seit Mai dieses Jahres ist damit die Zahl der Schweine um 1,3 % zurückgegangen, der Rinderbestand sank um 0,4 %. Einen hohen Einfluss auf den Rückgang des Schweinebestands habe das Absinken der Zahl der Mastschweine gehabt, so die Statistiker.
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