Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Aigner gegen Klimazahlungen für Landwirtschaft

Aigner gegen Klimazahlungen für Landwirtschaft

Berlin, 11.01.2010. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner lehnt Treibhausgasvorschriften für die Landwirtschaft ab. „Das größte Problem fürs Klima ist nicht die Erzeugung von Lebensmitteln, sondern der Energiesektor", erklärte Aigner jüngst gegenüber dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Ein Viertel der weltweiten Emissionen entstehe bei der Erzeugung von Lebensmitteln, insbesondere in der Fleischproduktion. In Deutschland verursache die Landwirtschaft – ohne Gütertransporte gerechnet – etwa sechs Prozent der Emissionen.

Wertschöpfungskette Bioenergie
Wertschöpfungskette Bioenergie

Klimaschutzauflagen für deutsche Bauern lehnt Ministerin Aigner ab. Sie warnt davor, Klimaschutz und Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen. In der Debatte um die Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen sei "mehr Ehrlichkeit" nötig. Mit Blick auf den Hunger in der Welt und die wachsende Weltbevölkerung betonte Aigner: "Wenn alle Menschen genug zu essen haben sollen, dann müssen wir auch die entsprechenden Treibhausgasemissionen in Kauf nehmen." Eine klimaneutrale und zugleich ausreichende Ernährung für alle sei für sie schwer vorstellbar. Der Politik und der Landwirtschaft sei jedoch bewusst, dass die Landwirtschaft noch effektiver und umweltschonender produzieren müsse, so Aigner weiter. Die Ministerin warb für eine internationale Zusammenarbeit beim Klimaschutz. Nationale Alleingänge unterstütze sie nicht.

 

Verminderung der Treibhausgase als Herausforderung

Berlin, 30.11.2009. Das Ziel, die Treibhausgase durch den Einsatz von Biokraftstoffen zunächst um mindestens 35 % und ab 2017 um die Hälfte zu senken, kann in den meisten Fällen nicht allein über die in der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie vorgegebenen Standardwerte erfüllt werden.
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