Rückläufiger Inlandsverbrauchs von Biodiesel
Berlin, 26.03.2010. Der Inlandsverbrauch von reinem Biodiesel (B100) und Pflanzenölkraftstoff ist 2009 drastisch eingebrochen. Der Rückgang der Reinkraftstoffvermarktung konnte durch steigende Beimischung nicht kompensiert werden. Darauf verweist die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) mit Hinweis auf die Daten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
Gegenüber 2008 sei der Inlandsverbrauch der bis dato wichtigsten deutschen Biokraftstoffe im Jahr 2009 um jeweils drei Viertel zurückgegangen. Mit 77,8 % falle der Rückgang bei B100 sogar noch deutlicher aus als bei Pflanzenölkraftstoff (- 75,1 %), so UFOP. In absoluten Zahlen sei der Verbrauch von B100 von annähernd 1,1 Mio. Tonnen auf nur noch 240.600 Tonnen gesunken. Der Verbrauch von Pflanzenölkraftstoff reduzierte sich im gleichen Zeitraum von ca. 400.000 Tonnen auf lediglich 100.000 Tonnen. 2007 hätten die Verbräuche sogar noch erheblich höher als 2008 gelegen: 1,8 Mio. Tonnen reiner Biodiesel und 755.800 Tonnen Pflanzenölkraftstoff.
Der Anstieg des Biodieseleinsatzes im Rahmen der Beimischung zu konventionellem Diesel, der sich durch die Anhebung der Beimischung von fünf auf sieben Prozent ergeben hatte, fiel nach Information von UFOP 2009 gegenüber 2008 mit 41,1 % bzw. 663.500 Tonnen zwar ebenfalls deutlich aus, doch konnte dies den Rückgang des Reinkraftstoffabsatzes bei weitem nicht vollständig kompensieren. In der Summe reduzierte sich der Verbrauch um 15,5 %, das entspreche 497.800 Tonnen. Mit Blick auf diese Marktzahlen forderte UFOP den Gesetzgeber erneut auf, die notwendigen Schritte zur Belebung des Reinkraftstoffmarktes einzuleiten.