Hoffnung auf höhere Kartoffelpreise nach Ostern
Berlin, 30.03.2010. Mit Blick auf die Ostertage steigt die Wahrscheinlichkeit auf ein besseres Kartoffelgeschäft. Zu dieser Aussage kam der Kartoffenreferent der AMI, Christoph Hambloch, im Fachausschuss Kartoffeln des Deutschen Bauernverbandes. Als Gründe für diese Prognose führte er an, dass die Anbaufläche für Speisekartoffeln gegenüber 2008 kräftig geschrumpft sei, ohne dass höhere Erträge dies ausgleichen konnten.
Zudem würden mehr Kartoffeln exportiert. Dadurch seien viele Vorräte schneller als in den Vorjahren geräumt. Sogar Kistenkühlware sei in einigen Regionen größtenteils verkauft, betonte der Marktexperte.
Ob sich die Hoffnung auf höhere Kartoffelpreise erfüllt, sei bislang aber dennoch unsicher. Der frühe Ostertermin mit den vielen Verkaufsaktionen für Frühkartoffeln, die derzeit häufig eher mäßige Qualität der Lagerware und das wachsende Angebot aus Frankreich würden gegen einen raschen Preisanstieg sprechen. Angebot und Nachfrage hielten sich in etwa die Waage, so Hambloch. Zwar bremse das französische Angebot derzeit den Preisanstieg, die dortige Entwicklung gebe aber gleichzeitig hierzulande Anlass zur Hoffnung. Wer in Frankreich zur Sortimentsumstellung Lagerware ankaufe, müsse seit dieser Woche deutlich höhere Preise zahlen. Diese Entwicklung könnte im Mai und Juni auf Deutschland überschwappen. Dann dürfte sich das gesamte Angebot verknappen, so Hambloch weiter. Denn das Frühkartoffelangebot sei mangels großer anderweitiger Importe, etwa aus Spanien, eher moderat. Diese Erwartungshaltung erkläre, warum hiesige Frühkartoffeln zugunsten der französischen Importe derzeit noch geschont würden. Wer über qualitativ gute und haltbare Kartoffeln verfüge, könne sich bei der derzeitigen Stimmung am Kartoffelmarkt berechtigte Hoffnung auf ein anziehendes Geschäft und steigende Preise nach Ostern machen.