Massenhaft Mäuse auf Feldern und Wiesen
Hannover, 08.04.2010. Nach der Schneeschmelze gab es für viele niedersächsische Bauern nach einer Umfrage des Landvolk-Pressedienstes eine unliebsame Überraschung: Unter der lange anhaltenden schützenden Schneedecke haben sich die Feldmäuse seit dem vergangenen Herbst ungestört in einem nicht erwarteten Ausmaß vermehrt.
In vielen Regionen seien Mäuse zurzeit eine regelrechte Plage und richteten teilweise größere Schäden an. Vor allem der Raps scheint ihnen besonders gut zu schmecken, aber auch im Getreide seien viele Fraßschäden durch Mäuse festzustellen.
„Auf dem Grünland bricht man sich in den zahllosen Mauselöchern fast die Knöchel“, klagt Paul Steingröver vom Pflanzenschutzamt Bremervörde der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Besonders betroffen seien neben dem Elbe-Weser-Dreieck auch die Regionen mit mittleren und besseren Ackerböden um Hannover sowie die Räume Northeim und Osnabrück. Zwar habe sich vereinzelt das Problem bereits wieder etwas entspannt, weil auf vernässten Flächen viele Mäuse ertrunken seien, dennoch sei vielfach die Schadschwelle überschritten, bei der eine Bekämpfung sinnvoll und notwendig ist. Die allerdings sei für die Bauern mit einem erheblichen Aufwand an Handarbeit verbunden, denn es gebe lediglich ein einziges Mittel zur Bekämpfung. Jedes einzelne Mauseloch müsse mit einer so genannten „Legeflinte“ mit Giftködern bestückt werden. Eine breitflächige maschinelle Ausbringen sei nicht zulässig.