Rübensaat im Rheinland nahezu abgeschlossen
Bonn, 14.04.2010. Trotz des ungewöhnlich langen Winters kann die Rübensaat im rheinischen Anbaugebiet größtenteils bis Mitte April abgeschlossen werden. Das berichtet der Rheinische Rübenbauer-Verband (RRV). Damit liegt der Aussaattermin im langjährigen Mittel und lasse alle Möglichkeiten für ein weiteres erfolgreiches Rübenjahr offen. Infolge der zunehmend trockenen Witterung erfolgt die Aussaat unter meist günstigen Boden- und Saatbettbedingungen. Rund 4.500 Landwirte bauen in 2010 in dieser Region Zuckerrüben an.
Die Erwartungen der rheinischen Rübenanbauer an eine gute Rübenernte sind hoch, denn die vergangenen drei Jahre brachten jeweils Spitzenerträge, so der RRV. Die termingerechte Saat könne jedoch nur den Grundstein für eine gute Ernte legen. Das Anbaumanagement und eine passende Witterung in der Hauptwachstumsphase von Juni bis September spielten eine mindestens ebenso große Rolle. Der Rübenbauer-Verband rechnet damit, dass sich die Rübenanbaufläche gegenüber dem Vorjahr spürbar verringern wird. Grund sei zum einen das nachhaltig gestiegene Ertragsniveau und dessen Berücksichtigung in der Anbauplanung. Hauptsächlich wird die Verringerung jedoch darauf zurückgeführt, dass ein Teil der letztjährigen hohen Zuckererzeugung nicht vermarktet werden konnte und auf das folgende Anbaujahr übertragen werden musste. Dieser Zucker gelte nun als erster erzeugter Zucker des Anbaujahres 2010 und reduziere damit das diesjährige Erzeugungsvolumen.