Legehennenställe geleert und Eiererzeugung rückläufig
Bonn, 15. April 2010. Der Bestand an Legehennen in Deutschland ist aufgrund des Verbots der Käfighaltung und der damit verbundenen Umstellungsarbeiten der Betriebe auf unter 24,5 Mio. zurückgegangen. Innerhalb von zwölf Monaten ist die Tierzahl damit um 5,2 Mio. gesunken. Damit einhergehend reduzierte sich die Eiererzeugung erheblich, obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch gestiegen ist.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die verwendbare Erzeugung von Eiern 2009 mit rund 11,16 Mrd. Stück um 11,6 % unter dem Vorjahresergebnis. Dieser Rückgang der verwendbaren Erzeugung bedingte einen Anstieg der Einfuhr von Schaleneiern gegenüber 2008 um 25 %. Die Ausfuhr blieb nahezu konstant. Bei den Eiprodukten ist die Einfuhr im Vergleich zum Vorjahr um rund 10,1 % gestiegen. Die Ausfuhr von Eiprodukten ist um 7,4 % gesunken. Der Nahrungsverbrauch an Eiern für 2009 ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % angestiegen und lag bei 17.306 Mrd. Stück. Das sind 211 Eier pro Kopf der Bevölkerung. Der Selbstversorgungsgrad lag mit 63,1 % unter dem Niveau der Vorjahre. Im aktuellen Monatsbericht weist das Bundesamt aus, dass sich bis Anfang des Jahres nicht nur Stallplätze und Tierzahlen verringert worden, sondern auch Hennenhalter aus der Produktion ausgestiegen. Danach sind im Januar 2010 noch rund 1.100 Betriebe mit mehr als 3.000 Hennenhaltungsplätzen registriert. Ein Jahr zuvor gab es noch etwa 70 Betriebe mehr.