Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Märkte für Milchprodukte nehmen Fahrt auf

Märkte für Milchprodukte nehmen Fahrt auf

Berlin, 19. April 2010. Die Notierungen für Milchprodukte in Deutschland und Europa haben in den letzten Wochen erheblich angezogen, da am Weltmarkt die Preise steigen. Der Milchindustrie-Verband (MIV) sieht nach den schwierigen Jahren 2008 und 2009 aktuell eine deutliche Erholung der Märkte für Milch und Milcherzeugnisse.


Milchkühe im Melkstand
Milchkühe im Melkstand

Als Ursachen verweist der Verband auf die um rund 1 % gesunkene Milchproduktion in den letzten acht Monaten bei gleichzeitiger Erholung der globalen Nachfrage infolge der verbesserten Lage am Bankensektor und der damit stärkeren Kaufkraft.

Der internationale Handel mit Produkten, wie Milchpulver oder Butter, habe sich wieder intensiviert, was auch in den Notierungen für diese Produkte zum Ausdruck komme. Der MIV geht davon aus, dass sukzessive auch die übrigen Milchprodukte in den Sog dieser Aufwärtsentwicklung kommen. So gebe es deutliche Anzeichen, dass in Deutschland bei Käse - einem der wichtigsten deutschen Produkte - das historische Preistief verlassen werde. Einzig die deutschen Verbraucher konsumieren rund 4 % weniger Milch und Milchprodukte als im Vorjahr. Durch die Euro-Schwäche sei die EU auch wieder wettbewerbsfähiger gegenüber den großen Anbietern aus Ozeanien und Amerika. Große Ausschreibungen bei Milchpulver gingen auch ohne Ausfuhrerstattungen an europäische Milchwerke, bei Butter und Käse legten die Exporte der EU seit Jahresbeginn ebenfalls wieder zu. Rund 40 % der in Deutschland produzierten Milcherzeugnisse gehen ins Ausland, so der MIV weiter. Gerade der Käsesektor hat im letzten Jahrzehnt stark gewonnen. Die deutsche Käsewirtschaft ist beim Export führend in Europa, Russland ist im außereuropäischen Bereich der größte Kunde.

 

Milchquotenbörse mit gestiegenen Handelsmengen

Berlin, 2.11.2009. Die Milchquotenpreise sind bei der 29. Milchbörse leicht gestiegen. Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin und ermittelte einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von 18 Cent/kg, 4 Cent mehr im Vergleich zum letzten Handelstermin.
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