Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Beschränkungen beim Agrardiesel dauerhaft aufheben

Beschränkungen beim Agrardiesel dauerhaft aufheben

Berlin, 03.05.2010. Die Agrarministerkonferenz hat die Bundesregierung aufgefordert, bei der Besteuerung von Agrardiesel den derzeit nur ausgesetzten Selbstbehalt von 350 Euro und die Obergrenze von 10.000 Litern ersatzlos zu streichen, bis eine europaweite Harmonisierung der Agrardieselbesteuerung erreicht ist.


Einheitliche Besteuerung von Agrardiesel gefordert
Einheitliche Besteuerung von Agrardiesel gefordert

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt dieses klare Votum der Agrarminister zu Gunsten der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft und sieht seine Kritik an der Bundesregierung bestätigt, die den Selbstbehalt und die Obergrenze lediglich für weitere drei Jahre aussetzen, nicht jedoch dauerhaft abschaffen möchte. Diese weitere Befristung sei für den DBV nicht nachvollziehbar, da eine nur vorübergehende Aussetzung nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft in absehbarer Zeit wieder empfindlich schwäche, sondern auch allen politischen Zusagen des vergangenen Jahres widerspricht, in denen stets von „Entfristung“ und dauerhafter Rückkehr zu einer Regelung ohne Selbstbehalt und Obergrenze die Rede war.

Zudem hätten die Agrarminister der Länder die Bundesregierung nachdrücklich gebeten, auf EU-Ebene auf eine einheitliche Besteuerung und den Abbau von Wettbewerbsnachteilen für die deutsche Landwirtschaft hinzuwirken. Auch aus Sicht des DBV sei eine Harmonisierung der Besteuerung von Agrardiesel auf europäischer Ebene ein wichtiges Ziel, das nicht aus den Augen verloren werden dürfe. Da jedoch in Deutschland selbst ohne Selbstbehalt und Obergrenze nach wie vor der mit Abstand höchste Steuersatz für Agrardiesel in der ganzen EU zu bezahlen sei, könne eine Harmonisierung der Besteuerung nur dann erfolgen, wenn in Deutschland eine Anpassung des nationalen Steuersatzes an europäisches Durchschnittsniveau erfolge. Der DBV sieht nun die Bundesregierung unter Zugzwang, da sowohl der gesamte Berufsstand als auch alle Agrarminister von Bund und Ländern Taten beim Agrardiesel erwarten. Der Kabinettsbeschluss über die künftige Agrardieselbesteuerung wird für Mitte Mai erwartet.

 

Harmonisierung bei Agrardiesel gefordert

Berlin, 25.03.2010. Die deutlichste steuerliche Wettbewerbsverzerrung für die deutschen Landwirte im Vergleich zu ihren europäischen Konkurrenten findet bei der Agrardieselbesteuerung statt. Das erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) und fordert eine Harmonisierung der Agrardieselbesteuerung „von oben nach unten“ durch Anpassung der deutschen Steuersätze an europäisches Durchschnittsniveau. Durch den europaweit höchsten Steuersatz für Agrardiesel befänden sich die heimischen Landwirte jährlich um rund 500 Mio. Euro im Nachteil gegenüber ihren europäischen Konkurrenten.

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