Landwirte im Pflanzenschutz zurückhaltend
Frankfurt/M., 04.05.2010. Die Pflanzenschutzindustrie in Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger abgesetzt. Der Nettoinlandsumsatz der deutschen Hersteller sank 2009 auf 1,26 Mrd. Euro. Das sind 8,4 % weniger als im Rekordjahr 2008. "Auch wenn der Pflanzenschutzmarkt gegenüber dem Vorjahr um gut acht Prozent geschrumpft ist, so dürfen wir beim Vergleich nicht vergessen, dass 2008 das bislang umsatzstärkste Jahr für die Branche in Deutschland war.
Aber wir bewegen uns immer noch über dem Niveau 2007", erklärte Dr. Hans Theo Jachmann, Präsident des Industrieverbandes Agrar (IVA) und Syngenta Agro-Geschäftsführer, den Rückgang.
Die Ursachen für den leichten Rückgang seien nicht allein im wirtschaftlichen Umfeld zu sehen, sondern hingen auch mit dem witterungsbedingt sparsameren Betriebsmitteleinsatz in der Landwirtschaft im Jahr 2009 zusammen. Auch der Großhandel habe vorsichtiger eingekauft und zuerst die Lagerbestände abgebaut, so Jachmann weiter. Die Exporterlöse fielen um 1,3 % auf 2,98 Mrd. Euro. Daraus ergeben sich ein Gesamtumsatz von 4,24 Mrd. Euro und ein Rückgang von 3,5 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2010 erwartet der IVA-Präsident eine vergleichbare Größenordnung im Pflanzenschutzmittelumsatz. Wenn die Preise für Getreide und Ölsaaten nicht steigen, werden die Landwirte auch in diesem Jahr nicht in eine höhere Intensität investieren, sondern nur das Nötigste im Pflanzenschutz tun.