Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Mehr Weizen und weniger Gerste ausgesät

Mehr Weizen und weniger Gerste ausgesät

Wiesbaden, 20.05.2010. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat der Anbau von Winterweizen im Jahr 2010 in Deutschland weiter an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig sank die Aussaatfläche von Sommergerste auf den niedrigsten Stand seit 1990.


Feldkontrolle im Winterweizen
Feldkontrolle im Winterweizen

Während bei den Wintersaaten die Fläche für Winterweizen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 2% auf 3,3 Mio. ha gewachsen ist und damit die größte Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen erreichte, nahm der Anbau von Wintergerste um knapp 9% auf 1,3 Mio. ha ab. Ebenfalls rückläufig war die Aussaatfläche von Winterroggen und Wintermenggetreide, die um 13% auf 658.000 ha zurückging. Eine leichte Zunahme verbuchten Winterraps um 1% auf 1,5 Mio. ha und Triticale um nahezu 1% auf 404.000 ha. Bei den Frühjahrsaussaatflächen reduzierte sich insbesondere die Anbaufläche für Sommergerste. Sie lag mit 368.000 ha um fast 14% niedriger als 2009 und verzeichnete damit einen historischen Tiefstand.

Weiter im Aufwind sei dagegen Silo- oder Grünmais, dessen Fläche im Jahr 2010 im Vergleich zu 2009 um rund 13% auf 1,9 Mio. ha gestiegen ist. Damit habe sich Aussaatfläche von Silomais in den letzten 10 Jahren um über 60% erhöht. Silomais finde nicht nur als Futterpflanze Verwendung, sondern werde auch als Energiepflanze, beispielsweise in Biogasanlagen eingesetzt. Körnermais konnte gegenüber dem Vorjahr nur eine geringe Zunahme um circa 2% auf 472.000 ha verzeichnen. Bei den Hackfrüchten sank die Anbaufläche von Zuckerrüben um 4% auf 368.000 ha, während der Kartoffelanbau mit 266.000 ha (+ 1%) gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben sei.

 

Lage am Getreidemarkt weiter kritisch

Brüssel, 01.04.2010. Um die EU-Getreidepreise anzuheben, muss die EU-Kommission alle Marktinstrumente nutzen. Nur so ließe sich die schlechte Marktlage entschärfen. Dies forderte die Arbeitsgruppe „Getreide“ des europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbandes, Copa-Cogeca. „Die Landwirte befinden sich im Spagat zwischen hohen Produktionskosten und geringen Marktpreisen.

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