Milchpreise kommen in Bewegung
Berlin, 27.05.2010. Der Milchmarkt entwickelt sich wieder erfreulicher für die Milcherzeuger. Das meint der Deutsche Bauernverband (DBV). Aufgrund der stabilen Lage auf den Märkten für Milch und Milchprodukte hätten die Molkereien leichte Anhebungen der Produktpreise für qualitativ wertvolle Milch und Milchprodukte beim Handel durchsetzen können. Dies führe jetzt auch zur dringend notwendigen Aufwärtsbewegung der Milchpreise für die Landwirte. Mit zeitlicher Verzögerung werde auf dem Konto der Milcherzeuger mehr Milchgeld ankommen, so der DBV.
Verantwortlich für die positive Marktentwicklung seien vor allem die Preise für Butter und Magermilchpulver auf dem internationalen Markt. Wegen einer weltweit zurückhaltenden Milcherzeugung bewegten sich bereits seit Ende letzten Jahres die Preise für Milchprodukte stetig nach oben. Nach dem Absatzeinbruch im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise könnten deutsche Molkereien nun wieder mehr Milchprodukte ins Ausland exportieren. Begünstigt werde das Exportgeschäft der deutschen Molkereien durch die Schwäche des Euros. Auch die von der EU-Kommission für Anfang Juni beschlossene sukzessive Auslagerung der Bestände an Butter und Magermilchpulver dürfte die Aufwärtsbewegung der Milcherzeugerpreise wenn überhaupt, dann nur geringfügig beeinflussen, so der Bauernverband weiter. Die aus seiner Sicht in Krisenzeiten unverzichtbaren agrarpolitischen Maßnahmen, wie die Intervention für Magermilchpulver und Butter sowie Exporterstattungen, hätten sich als notwendig und richtig erwiesen. Mit diesem Sicherheitsnetz konnten sich rund ein Jahr nach der Krise auf dem Milchmarkt die Preise für Milchprodukte deutlich erholen.