Getreide im Lager schützen
Brüssel, 30.06.2010. Sowohl Desinfektionsmittel für den Lebens- und Futtermittelbereich als auch Schädlingsbekämpfungsmittel müssen für die deutschen bzw. europäischen Landwirte weiterhin verfügbar sein. Nur so könnten die hohen EU-Hygienestandards bei der Lebensmittelproduktion erfüllt und die Übertragung von Krankheitserregern sowie die Vernichtung geernteter Rohstoffe verhindert werden.
Dies erklärte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, zur Verordnung über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Biozidprodukten im Europäischen Parlament. Biozidprodukte seien im Agrarsektor unerlässliche Hilfsmittel, um Schädlinge und Schadorganismen wirksam zu bekämpfen. Gerade im Hinblick auf das Welthungerproblem müsse alles getan werden, um Nachernteverluste einzudämmen.
Wie Born weiter herausstellte, würden in der Tierhaltung an die hygienische Qualität des Futtermittels hohe Anforderungen gestellt. Gerade Ratten, aber auch Milben und Mäuse seien Überträger von Tierseuchen wie der Vogelgrippe, der Maul- und Klauenseuche und jeglichen Zoonosen. Der Bauernverband sei bemüht, seine Mitglieder für die Bedeutung einer umfassenden Schädlingsprävention zu sensibilisieren. Diese Bemühungen würden jedoch ins Leere laufen, wenn die notwendigen Mittel nicht vorhanden sind. Born forderte daher, Aspekte der Volksgesundheit und der Lebensmittelsicherheit bei der Überarbeitung der EU-Biozidrichtlinie entsprechend zu berücksichtigen. Falsch verstandener Tierschutz in Bezug auf Schädlinge könne zur Tötung hunderttausender mit Tierseuchen angesteckten Schweinen, Hühnern oder Rindern führen.