Agrarland in NRW nochmals teurer
Bonn, 04.09.2010. Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr gestiegen. Der Durchschnittspreis lag mit 26 840 Euro pro Hektar, knapp 2,1 % über 2008 und damit der höchste Wert in den vergangenen sechs Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, eine Auswertung der vom Landesbetrieb Information und Technik erstellten Statistik durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Die Preise reichten von rund 34.400 Euro pro Hektar im Regierungsbezirk Münster bis 20.260 Euro im Regierungsbezirk Detmold. Insgesamt seien 6 020 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert worden, das sind 2,6 % weniger als 2008. Die niedrigsten Kaufpreise von 11.140 bis rund 15.420 Euro pro Hektar verzeichneten die überwiegend durch Grünland geprägten Kreise im Siegerland, im Sauerland und im Bergischen Land sowie die Kreise Euskirchen und Lippe.
Im Bundesvergleich werde deutlich, dass in NRW seit Jahren unverändert die höchsten Bodenpreise gezahlt würden. Hier liege der Kaufpreis knapp sechs Mal so hoch wie in Brandenburg. An zweiter Stelle rangiere weiterhin Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hessen. Im Durchschnitt der neuen Bundesländer wurden 5.944 Euro, in den alten hingegen 17 853 Euro pro Hektar erzielt. Der Osten hole aber kräftig auf. So stiegen die Preise in den neuen Bundesländern in einem Jahr um fast 20 %, in den alten dagegen nur um 4,5 %.