Biogasfläche legt weiter zu
Gülzow, 13.09.2010. Nachwachsende Rohstoffe wurden zur Ernte 2010 auf rund 2,15 Mio. ha angebaut. Nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) dienen rund 18 % der heimischen Ackerfläche oder rund 2,15 Mio. ha der Erzeugung von pflanzlichen Rohstoffen für Energieerzeugung und Industrie. Den größten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Produktion von Energiepflanzen für Biogasanlagen, die von 530.000 auf rund 650.000 ha zulegte.
Die wichtigsten Energiepflanzen sind laut FNR weiterhin Raps für Biokraftstoffe und Mais, Getreide und Gräser für Biogasanlagen. Auch die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe entwickle sich erfreulich. Über die letzten fünf Jahre habe die Steigerungsrate 17 % betragen, von 270.000 ha in 2006 auf 317.000 ha in diesem Jahr. Anders als bei der energetischen Nutzung, die in starkem Maße auf heimische Rohstoffe setze, würden bei der stofflichen Nutzung nur rund 40 % der eingesetzten Agrarrohstoffe durch die heimische Landwirtschaft bereitgestellt. Nach FNR-Schätzung könnten im Jahr 2020 in Deutschland insgesamt zwischen 2,5 und 4 Mio. ha für den Anbau nachwachsender Rohstoffe nutzbar sein. Würden diese Potenziale genutzt, könnten nachwachsende Rohstoffe künftig einen noch stärkeren Beitrag zu Klimaschutz, Versorgungssicherheit und neuen Perspektiven in ländlichen Räumen leisten, so die Fachagentur.