Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Strom und Wärme aus Stroh

Strom und Wärme aus Stroh

Berlin, 21.09.2010. Das Bundesumweltministerium (BMU) stellt 5 Mio. Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt der BEKW Bioenergiekraftwerk Emsland in Emlichheim (Niedersachsen) zur Verfügung. Das Unternehmen plant die Errichtung eines strohbefeuerten Heizkraftwerkes. Das Stroh komme dabei ausschließlich aus dem regionalen Getreideanbau. Mit der neuen Anlage könnten CO2-Emissionen in Höhe von rund 89.500 t pro Jahr vermieden werden, so das BMU.


Heizen mit Stroh
Heizen mit Stroh

Mit dem Vorhaben sollen Strom, Wärme und Prozessdampf erzeugt werden. Die Verbrennungsanlage sei für 10,2 Megawatt Bruttostromleistung und 49,8 Megawatt Feuerungswärmeleistung konzipiert. Eine Nettostromleistung von 9 Megawatt werde in das öffentliche Netz eingespeist. Prozesswärme und Hochtemperatur-Dampf werden in der benachbarten Stärkefabrik genutzt. Das nach Ministeriumsaussage hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungskonzept soll durch ein Nahwärmenetz zur Versorgung von Liegenschaften in der Gemeinde Emlichheim ergänzt werden. Insgesamt werde somit eine Primärenergieausnutzung von etwa 90 % erreicht. Stroh als Nebenprodukt der Landwirtschaft fand bisher keine energetische Verwendung, so das Ministerium weiter. Die innovative Technik des geplanten Bioenergiekraftwerkes werde deshalb dieses Biomassepotenzial erstmalig in größerem Umfang erschließen. Außerdem erhielten damit organische Reststoffe gegenüber nachwachsenden Rohstoffen ein stärkeres Gewicht.

 

Deutschland unterstützt nachhaltige Biomasse

Berlin, 31.05.2010. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerin, Julia Klöckner, hat sich für eine nachhaltige Erzeugung von Biomasse zur Energiegewinnung sowie eine nachhaltige Nutzung von Hölzern aus Indonesien eingesetzt. Bei einem Treffen mit dem indonesischen Landwirtschaftsminister S.E. Ir.H. Suswono wies Klöckner darauf hin, dass Deutschland als erstes EU-Land das geforderte Nachhaltigkeitssystem für Biomasse entwickelt hat. Ab 1. Januar 2011 dürfe nur noch zertifizierte, nachhaltig produzierte Biomasse in die EU importiert werden.

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