Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Keine weitergehende Liberalisierung für Landwirtschaft

Keine weitergehende Liberalisierung für Landwirtschaft

Brüssel, 05.10.2010. „Große Teile der europäischen Landwirtschaft sind wettbewerbsfähig, nicht jedoch in ihren Kostenstrukturen“, betonte Ken Ash, Direktor für Landwirtschaft bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf dem Kongress der europäischen Landwirte, der veranstaltet wurde vom europäischen Bauern- und Genossenschaftsbund Copa-Cogeca.


Mehrwert durch Investitionen und Innovationen
Mehrwert durch Investitionen und Innovationen

Da die europäischen Landwirte bei den offenen Grenzen im Lebensmittelhandel nicht die Kostenführerschaft erreichen könnten, sollten sie seiner Meinung nach über Investitionen und Innovationen einen Mehrwert wie Umwelt- und Klimaschutz schaffen.

Ash drängt auf einen schnellen Abschluss der blockierten WTO-Verhandlungen in der Doha-Runde, allerdings gebe es zurzeit keine politische Stimmung für eine weitergehende Liberalisierung des Weltmarktes. Die OECD setze sich für politische Maßnahmen beim weiteren Abbau von Handelshürden ein. Dadurch könnten Risiken bei weitergehenden Marktöffnungen ausgeglichen werden. „Die Erholung der Preise am Weltagrarmarkt und eine gestiegene Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen setzen positive Anreize für eine umfassende Neuausrichtung der Agrarpolitik“, stellte Ash fest, der für die kommenden Monate eine profunde Analyse der EU-Agrarpolitik und der Volatilität der Agrarmärkte der vergangenen zehn Jahre ankündigte.

 

Copa-Cogeca unterstreicht Notwendigkeit starker GAP

Brüssel, 27.07.2010. Die jüngste Volatilität der europäischen Getreidepreise ist ein Beweis dafür, dass der Markt nicht ordnungsgemäß funktioniert und es ist notwendig, dass dessen Funktionsweise für die Zukunft neu evaluiert wird. Das betont Copa-Cogeca, der europäische Bauern- und Genossenschaftsverband. Anlass zur Sorge geben die steigenden Getreidepreise im Anschluss an die Hitzewelle und infolge des Agrarrohstoffhandels jenseits des physischen Markts.

mehr