340.000 Arbeitsplätze durch erneuerbare Energien
Berlin, 13.10.2010. Der Ausbau der erneuerbaren Energien schafft in Deutschland deutlich mehr Arbeitsplätze als bislang angenommen. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, die das Bundesumweltministerium (BMU) präsentierte. Demnach verdankten im vergangenen Jahr bereits rund 340.000 Menschen ihren Arbeitsplatz der Erzeugung von Strom, Wärme oder Treibstoffen aus erneuerbaren Quellen. Das sei mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Stand von 2004 und liege deutlich höher als die bisherigen Schätzungen.
Die Zahlen sind das Ergebnis eines Forschungsvorhabens, das das Bundesumweltministerium im Jahr 2008 an ein Team renommierter Forschungsinstitute unter Federführung der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung, Osnabrück, vergeben hatte. Die Untersuchung stützt sich auf eine umfangreiche Befragung von rund 1.200 Unternehmen der deutschen Erneuerbare-Energien-Industrie einschließlich ihrer Zulieferer sowie auf eine tief gefächerte Analyse ihrer künftigen Exportchancen. In gesamtwirtschaftlichen Modellrechnungen wurden auch die Auswirkungen möglicher negativer Beschäftigungsimpulse der Förderung erneuerbarer Energien untersucht, ausgelöst insbesondere durch hiermit verbundene Kaufkraftverluste. Die Studie bestätigte dabei im Wesentlichen die Ergebnisse früherer Untersuchungen: Die Arbeitsplatz-Bilanz erneuerbarer Energien sei positiv, so das BMU weiter. Denn in nahezu allen analysierten Szenarien habe ein ambitionierte Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland zu eindeutig positiven Netto-Beschäftigungswirkungen geführt, verglichen mit einer Energieversorgung, die weitestgehend auf erneuerbare Energien verzichte.