Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Absatz von Mineraldünger insgesamt stark gesunken

Absatz von Mineraldünger insgesamt stark gesunken

Wiesbaden, 21.10.2010. Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 wurden in Deutschland 1,55 Mio. t Stickstoffdünger, 0,17 Milo. t Phosphatdünger, 0,18 Mio. t Kalidünger und 2,38 Mio. t Kalkdünger an landwirtschaftliche Absatzorganisationen oder Endverbraucher abgesetzt. Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2007/2008 nahm der Absatz damit bei Stickstoffdüngern um 14,2 %, bei Phosphatdüngern um 44,9 % und bei den Kalidüngern um 65,0 % ab. Seit 1949/1950 wurde in keinem Wirtschaftsjahr weniger Phosphat- und Kalidünger abgesetzt. Demgegenüber sein der Absatz von Kalkdünger im Wirtschaftsjahr 2008/2009 gegenüber 2007/2008 um 8,1 % gestiegen.


Düngerstreuer auf Getreidefeld
Düngerstreuer auf Getreidefeld

Der Aufwand je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche sank 2008/2009 laut Destatis im Vergleich zu 2007/2008 bei Stickstoffdüngern von 107 auf 92 kg, bei Phosphatdüngern von 19 auf 10 kg und bei Kalidüngern von 30 auf 11 kg. Bei Kalkdüngern stieg der Aufwand je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche von 125 auf 135 kg. Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 wurden demzufolge die Stickstoffdünger zu 40 % als Kalkammonsalpeter, zu 28 % als Harnstoffdünger und zu 10 % als Ammonnitrat-Harnstoff-Lösungen abgesetzt. Als Mehrnährstoffdünger seien Stickstoffdünger lediglich mit 7 % zum Einsatz gekommen. Demgegenüber wurden Phosphatdünger zu etwa 95 % als Mehrnährstoffdünger abgegeben; dabei überwogen mit einem Anteil von 68 % die Stickstoff-Phosphatdünger. Kalidünger wurden zu 46 % als Kaliumchlorid abgesetzt, 39 % entfielen auf Mehrnährstoffdünger. Kalkdünger wurden zu zwei Dritteln als Kohlensaurer Kalk verkauft. Entgegen der rückläufigen Entwicklung beim Absatz von Stickstoffdüngern insgesamt sei innerhalb dieser Gruppe 42,6 % mehr Harnstoffdünger abgesetzt worden als im Wirtschaftsjahr 2007/2008; der Absatz von Kalkammonsalpeter habe dagegen um 22,5 % abgenommen.

 

Neue Bundesverordnung Düngerecht in Kraft

Dresden, 04.09.2010. Am 1. September 2010 ist die neue Bundesverordnung im Düngerecht in Kraft getreten. Die Verordnung regelt ab sofort das Inverkehrbringen, Befördern und die Übernahme von Gülle, Gärsubstraten und anderen Wirtschaftsdüngern. Darauf weist das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hin. Die Verordnung soll vor allem zur Erhöhung der Transparenz bei der überbetrieblichen Verwertung von Düngemitteln beitragen.

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