Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Rund 400.000 ha Körnermais zu Bioethanol verarbeitet

Rund 400.000 ha Körnermais zu Bioethanol verarbeitet

Bonn, 01.11.2010. In der Europäischen Union wurden 2009/10 rund 2,8 Mio. t Körnermais zu Bioethanol verarbeitet. Das teilt das Deutsche Maiskomitee (DMK) unter Berufung auf Zahlen der European Confederation of Maize Production (CEPM) mit. Diese Menge wurde auf einer Fläche von etwa 400.000 ha angebaut. Für die Kampagne 2010/11 erwarten die Experten eine Steigerung auf 3 Mio. t.


Ernte von Körnermais
Ernte von Körnermais

Europaweit werde in zahlreichen Ländern Mais zu Bioethanol verwertet. Auf Frankreich entfalle mit 18 % der größte Anteil, es folgen Ungarn (16 %), Spanien (14 %), Polen (11 %), die Slowakei (11 %), Rumänien (11 %) und Deutschland (9 %). Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) seien in Deutschland 2009 insgesamt 1,41 Mio. t Rohstoffe zu Bioethanol verarbeitet worden. Davon entfielen unter anderem 527.800 t auf Weizen, 356.900 t auf Roggen, 170.000 t auf Gerste und 280.845 t auf Körnermais. Das entspreche etwa 28.000 ha und rund 6 % der Anbaufläche von Körnermais in Deutschland. Es lasse sich allerdings nicht beziffern, so das DMK weiter, wie viel Importmais möglicherweise in Deutschland verarbeitet werde. Biokraftstoffe deckten nach Angaben der Internationalen Energieagentur derzeit etwa 2 % des globalen Kraftstoffbedarfs in der Verkehrsbranche. Sie spielten in den USA und Brasilien, wo vor allem Zuckerrohr genutzt werde, eine große Rolle. Allein in den USA würden in diesem Jahr etwa 120 Mio. t Körnermais zu Bioethanol verarbeitet.

 

Biokraftstoffindustrie begrüßt Einführung von neuer Benzinsorte E10

Berlin, 28.10.2010. Die Biokraftstoffindustrie begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts, ab dem kommenden Jahr den Verkauf von Benzin mit einem Anteil von zehn Prozent Ethanol (E10) zu erlauben. Tankstellen, die E10 verkaufen, müssen auch zukünftig die bisher angebotene Benzinsorte E5 vorrätig haben. Auf diese Weise können auch die Altfahrzeuge betankt werden, deren Motoren für E10 offiziell nicht freigegeben sind.

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