Milchquotenpreis auf historischem Tief
Berlin, 04.11.2010. Die Milchquotenpreise sind bei der 32. Milchbörse auf ein historisches Tief gesunken. Der Deutsche Bauernverband (DBV) ermittelte einen gewogenen Durchschnittspreis für Deutschland von 7 Cent je Kilogramm. Dieser stelle den niedrigsten Quotenpreis seit Einführung der Börse im Jahr 2000 dar. Im Vergleich zum letzten Handelstermin reduzierte sich der Quotenpreis um 4 Cent.
Der DBV sieht den Rückgang der Quotenpreise als ein deutliches Zeichen im Hinblick auf das Ende der Quotenregelung am 31. März 2015. Aufgrund der jetzt nicht veräußerbaren Angebotsmengen erwartet der DBV auch beim nächsten Börsentermin im April 2011 sinkende Quotenpreise. Die Quotenwanderung in den jeweiligen Übertragungsbereichen zeige, dass die Milchquoten zunehmend in die Grünlandregionen wanderten. Die Auswertung der Zu- und -Abgänge an Milchquoten der einzelnen Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigten erneut eine deutliche Quotenwanderung nach Niedersachsen/Schleswig-Holstein (ca. 22 Mio. kg). Aber auch Nordrhein-Westfalen (ca. 4 Mio. kg) und Rheinland-Pfalz/Saarland (ca. 1,4 Mio. kg) hätten ein leichtes Plus verbuchen können. Im Übertragungsbereich Ost habe erneut eine deutliche Quotenwanderung in Richtung Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden (ca. 8,4 Mio. kg). Aber auch Thüringen konnte Quote hinzugewinnen (ca. 3,5 Mio. kg).