Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Veröffentlichung von Agrarbeihilfen unverhältnismäßig

Veröffentlichung von Agrarbeihilfen unverhältnismäßig

Luxemburg/München, 10.11.2010. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die EU-Vorschriften zur personengenauen Veröffentlichung der Direktzahlungen für teilweise ungültig erklärt. Mit den Vorschriften zur Veröffentlichung werden die durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vorgegebenen Anforderungen zur Beachtung der Privatsphäre für natürliche Personen nicht gewahrt, so das Urteil. Eine erforderliche Gewichtung der personengenauen Veröffentlichung z.B. nach Art und Umfang der Beihilfen habe nicht stattgefunden.


Vorbereitung der nächsten Aussaat
Vorbereitung der nächsten Aussaat

Die Luxemburger Richter bestätigen damit insbesondere bayerische Bedenken. Als einziges Bundesland hatte sich der Freistaat im April vergangenen Jahres dagegen gewehrt, die Daten ins Netz zu stellen, bevor das laufende Gerichtsverfahren abgeschlossen ist. Erst auf massiven Druck der EU-Kommission, die mit Strafzahlungen drohte, hatte sich Bayern entschlossen, die Daten zu veröffentlichen und mit erläuternden Informationen zu versehen. „Wir haben von Anfang an davor gewarnt, persönliche Daten ins Netz zu stellen, die womöglich vom Gesetzgeber im Nachhinein als schützenswert eingestuft werden“, erklärte Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Genau das sei nun eingetreten. Das Urteil ist nach Aussage des Ministers auch „eine schallende Ohrfeige für die EU-Kommission“. Der Zugriff auf die entsprechenden Daten auf der Internetseite bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist inzwischen gesperrt.

 

Deutsche Landwirte wollen 7 Milliarden Euro investieren

Berlin, 21.10.2010. Die Stimmung der deutschen Landwirte hat sich zum Herbst weiter verbessert. Das meldet der Deutsche Bauernverband (DBV) unter Verweis auf das jüngste Konjunkturbarometer Agrar. Die Stimmungskurve, die die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in Form eines Index zusammenfasst, tendierte im September weiter nach oben. Das Konjunkturbarometer weist einen Wert von 28,2 aus, nach 21,0 im Juni. Ursache seien vor allem die deutlich gestiegenen Getreidepreise, aber auch höhere Milchpreise und stabile Kartoffel-, Obst- und Gemüsepreise.

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