Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Ausbau der europäischen Einweißproduktion

Ausbau der europäischen Einweißproduktion

Brüssel, 09.11.2010. Der europäische Bauern- und Genossenschaftsverband Copa-Cogeca setzt sich für eine stärkere Versorgung mit Eiweißpflanzen aus europäischer Produktion ein. Eine größere Eigenversorgung habe den Vorteil, die Abhängigkeit von Importsoja zu verringern, die Ernährungssicherheit zu wahren und der Umwelt zu nutzen. Copa-Cogeca verlangt die dazu notwendigen, besseren Fördermittel.


Demo-Feld mit Soja
Demo-Feld mit Soja

Die europäischen Bauern und Genossenschaften hatten eine entsprechende Initiative im Rahmen des Workshops „Eiweißpflanzen, Pflanzen für die Zukunft“ ergriffen. Dabei bestätigten neueste wissenschaftliche Studien die Umweltvorteile von Eiweißpflanzen wie die Verringerung der Treibhausgasemissionen, den großen Nutzen für die Artenvielfalt und die Verbesserung der Bodenqualität. Xavier Beulin, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Ölsaaten und Eiweißpflanzen“ von Copa-Cogeca, hob hervor, dass die Fortentwicklung des Anbaus von Eiweißpflanzen zum Hauptziel der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beitragen werde, indem so die Ernährungssicherheit gewahrt bleibe. Die Mischfutterindustrie schätzt das Steigerungspotential auf 20 Mio. t, ein Zehnfaches im Vergleich zur heutigen Produktion. „Zugleich lässt sich auf diesem Wege der Umweltbeitrag der Landwirtschaft durch eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um 10 bis 15 % und den Erhalt der Artenvielfalt steigern“, so Beulin weiter. Nachdrücklich wies er darauf hin, dass bei der nachhaltigen Einbeziehung der Eiweißpflanzen in die Fruchtfolge kurzfristig bessere Erlöse aus diesen Kulturen über entsprechende GAP-Fördermittel erzielt werden müssten. So könnten der Züchtungsforschung neue Impulse gegeben werden, die Anbaupraktiken verbessert und die Absatzmärkte im Sektor der Tierernährung gesteigert werden.

 

Absatz von Mineraldünger insgesamt stark gesunken

Wiesbaden, 21.10.2010. Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 wurden in Deutschland 1,55 Mio. t Stickstoffdünger, 0,17 Milo. t Phosphatdünger, 0,18 Mio. t Kalidünger und 2,38 Mio. t Kalkdünger an landwirtschaftliche Absatzorganisationen oder Endverbraucher abgesetzt. Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2007/2008 nahm der Absatz damit bei Stickstoffdüngern um 14,2 %, bei Phosphatdüngern um 44,9 % und bei den Kalidüngern um 65,0 % ab. Seit 1949/1950 wurde in keinem Wirtschaftsjahr weniger Phosphat- und Kalidünger abgesetzt. Demgegenüber sein der Absatz von Kalkdünger im Wirtschaftsjahr 2008/2009 gegenüber 2007/2008 um 8,1 % gestiegen.

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