Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Agrarhaushalt 2011 deutlich gekürzt

Agrarhaushalt 2011 deutlich gekürzt

Berlin, 26.11.2010. Im Rahmen des Bundeshaushaltes 2011 wird der Etat des Landwirtschaftsministeriums um 355 Mio. Euro auf rund 5,5 Mrd. Euro gekürzt, das ist ein Minus von 6,1 Prozent gegenüber 2010. Die Hälfte der Kürzungen entfällt auf Maßnahmen, die ohnehin geringer ausfallen sollten, wie das Sonderprogramm Landwirtschaft und die agrarsoziale Sicherung. Stabil bleiben dagegen die Mittel für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Tier und Pflanze sowie für Nachwachsende Rohstoffe und im Ökolandbau.


Mit Schnee bedecktes Feld im Winter
Mit Schnee bedecktes Feld im Winter

Als schmerzlich bezeichnete Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner die beschlossenen Kürzungen. Gleichzeitig unterstrich sie die Verlässlichkeit in der Agrarsozialpolitik, beim Agrardiesel, bei Forschungsausgaben und der Finanzierung der Verbraucherpolitik. „Damit ist klar: Wir stehen stabil – auch unter finanziell schwierigen Bedingungen“, so Aigner. Auch der Deutsche Bauerbauernverband (DBV) bedauerte die Kürzungen, räumte aber ein, dass die Etatentscheidung dem notwendigen Sparzwang in den öffentlichen Haushalten geschuldet sei. Besonders schmerzlich sei für den DBV die Kürzung von 100 Mio. Euro bei der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) auf 600 Mio. Euro. Hier gelte es jetzt darauf zu achten, dass Investitionen in Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Sektor Landwirtschaft nicht unter dem „Sparpaket“ leiden werden. Ebenso müsse eine verlässliche Finanzbasis für die Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten und für die Agrarumweltmaßnahmen erhalten bleiben, so der Bauernverband.

 

Einbruch des EU-Agrareinkommens 2009

Brüssel/Berlin, 12.05.2010. Neue Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaft, Eurostat, bekräftigen den drastischen Einbruch des landwirtschaftlichen Einkommens 2009 in Europa. Das berichtet der Europäische Bauern- und Genossenschaftsverband Copa-Cogeca und spricht sich für ein schnelles Handeln aus, um der Krisensituation im europäischen Agrarsektor zu begegnen.

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