Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 BSE kein Anlass zur Sorge mehr

BSE kein Anlass zur Sorge mehr

Berlin, 09.12.2010. Dem Präsidenten des Friedrich-Löffler-Institutes (FLI), Prof. Thomas Mettenleiter, zufolge bietet BSE heute keinen Grund zur Sorge mehr. Deutschland sei durch das rasche Ergreifen eines Bündels von Maßnahmen der BSE-Krise Herr geworden, betonte er im Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Dazu beigetragen hätten neben dem Verbot von Tiermehl auch die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Landwirtschaft.


2010 erstmals keine BSE-Fälle
2010 erstmals keine BSE-Fälle

Mancher Mitgliedstaat beneide die klare Situation Deutschlands, wo es in diesem Jahr erstmals keinen BSE-Nachweis gab und alle Tiere, die in den vergangenen Jahren positiv getestet wurden, vor dem Verfütterungsverbot in 2001 geboren wurden, sagte Prof. Mettenleiter. Die BSE-Bekämpfung könne durchaus als Erfolgsgeschichte gesehen werden. Mettenleiter warnte jedoch davor, die Maßnahmen leichtfertig zurückzudrehen. Das Verfüttern von tierischen Fetten und Proteinen innerhalb einer Art hält er dabei für ein Tabu, wenn man kein unnötiges Risiko eingehen wolle. Als ersten möglichen Schritt nannte er hingegen die weitere Anhebung des BSE-Testalters. Da BSE eine Inkubationszeit von vier bis fünf Jahren habe, könne man sich das Testen von Tieren, die nach 2005 geboren sind, aus seiner Sicht sparen. Auch im Hinblick auf die Blauzungenkrankheit und Vogelgrippe sähe es momentan gut aus, "zumindest haben wir keine aktuellen Seuchenzüge", betonte Mettenleiter. Er riet aber zu grundsätzlicher Aufmerksamkeit in allen Tierbeständen, um die Verbreitung bekannter und neuer Tierkrankheiten frühzeitig zu unterbinden.

 

Rekordpreise für Jungbullen

Bonn, 24.11.2010. Der rasante Anstieg der Erzeugerpreise für Jungbullen setzt sich weiter fort. Gegenüber der Vorwoche sind in der letzten vollen Novemberwoche Aufschläge von fünf bis zehn Cent je Kilogramm üblich. Darauf weist die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hin, nach deren Schätzungen Jungbullen der Handelsklasse R3 aktuell im bundesweiten Schnitt 3,45 bis 3,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht kosten. Das sind 40 Cent je Kilogramm mehr als vor einem Jahr. Damit seien die Erzeugerpreise innerhalb weniger Wochen auf das höchste Niveau seit dem Jahrtausendwechsel geklettert.

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