Schwache Aussichten auf Ernte 2011
Brüssel, 10.12.2010. Der Verband der europäischen Bauern und Genossenschaften, Copa-Cogeca, aktualisiert seine Ernteerhebung 2010 für die EU-27 auf 277 Mio. t Getreide und Mais. Gegenüber der Ernte 2009 bedeutet dies einen Produktionseinbruch von 12 Mio. t. Die Aussichten für 2011 werden kaum besser eingeschätzt. Während die Anbaufläche gleich bleiben werde, soll sie bei Ölsaaten sogar schrumpfen.
Der europäische Verband der Getreidehändler, COCERAL, legt eigene Zahlen zur EU-Weizenernte 2010 vor: Mit 128,07 Mio. t bliebe das Ergebnis unter den 130,97 Mio. t aus 2009. Die EU-Gerstenernte schätzt COCERAL auf 52,76 Mio. t (2009: 57,56 Mio. t), die Maisernte auf 55,14 Mio. t (2009: 57,56 Mio. t). Die Ölsaatenmenge in der EU soll 28,16 Mio. t erreichen (2009: 29,14 Mio. t), davon 20,50 Mio. t Raps (2009: 21,49 Mio. t).
Die extreme Marktvolatilität bestärkt nach Überzeugung des Copa-Cogeca-Generalsekretärs Pekka Pesonen die Notwendigkeit, die Marktmaßnahmen der EU in der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu verbessern, um die Produktivität anheben und die Nahrungsmittelsicherheit für 500 Mio. Menschen gewährleisten zu können. „Außerdem müssten die Direktzahlungen an die Landwirte in der Zukunft erhalten bleiben, um ihnen zu helfen, mit der wachsenden Volatilität zurechtzukommen. Schließlich muss die GAP in Zukunft ein starkes Budget haben, um einen dynamischen und wettbewerbsfähigen Agrarsektor in der EU sichern zu können".