Kapitalanleger investieren in Landwirtschaft
Berlin, 13.01.2011. Besorgt über die Entwicklung der Eigentumsstruktur in der deutschen Landwirtschaft hat sich der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, geäußert. „Ich halte das zunehmende Engagement außerlandwirtschaftlicher Kapitalanleger für sehr problematisch“. Er sehe ernsthafte Anzeichen, dass eine von Bauern getragene Landwirtschaft immer weiter unter Druck gerate, wenn branchenfremde Investoren die Landwirtschaft als Renditeobjekt nutzten“.
Keinen Zweifel lässt Born daran, dass der Berufsstand, aber auch der Gesetzgeber gefordert seien. Einen Ansatzpunkt sieht er in einer Anpassung der Grundstücksverkehrsgesetze in den Bundesländern. Dabei müsse sichergestellt werden, dass eine von Bauern getragene Landwirtschaft Vorrang beim Zugang zur Fläche habe. Dringend notwendig sei eine Novelle des Landwirtschaftsgesetzes, in der die Leitplanken für eine nachhaltige Landwirtschaft zusammengefasst werden müssten. Hier stehe nicht zuletzt die derzeitige Regierungskoalition im Wort, die eine Neufassung des Landwirtschaftsgesetzes noch in dieser Legislaturperiode angekündigt habe. Schließlich geht der DBV-Generalsekretär davon aus, dass die anstehende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu einer Beruhigung des landwirtschaftlichen Bodenmarktes beitragen wird.