Größe der deutschen Tierbestände im EU-Mittelfeld
Berlin, 24.01.2011. Die deutsche Landwirtschaft ist sehr mittelständisch geprägt. Auch die Tierbestände sind in Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld angesiedelt. Das erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) im Rahmen der Grünen Woche. In Deutschland werden durchschnittlich 342 Schweine pro Schweine haltenden Betrieb gehalten. Damit liegt die deutsche Landwirtschaft auf dem 7. Platz innerhalb der EU-27. Dänemark (1.903), die Niederlande (1.342), Belgien (895), Schweden (732), Großbritannien (412) und Frankreich (407) haben im Schnitt größere Schweinebestände je Betrieb.
Auch bei Rindern und Milchkühen liegen die deutschen Bauern im Mittelfeld. So stehen sie bei der Anzahl von Rindern je Betrieb auf dem 8. Platz, bei Milchkühen auf dem 7. Platz. Die dänischen, französischen, niederländischen, tschechischen und britischen Landwirte haben größere Bestände. Luxemburg sei sogar Spitzenreiter mit durchschnittlich 130 Rindern je Betrieb. In Deutschland werden durchschnittlich 75 Rinder pro Betrieb gehalten. Die deutschen Milchbauern halten im Schnitt 40 Kühe, die dänischen haben mit 101 Kühen die größten Milchviehbestände. Auch bei den Legehennen nimmt Deutschland nur einen mittleren 7. Platz ein. Mit durchschnittlich 700 Legehennen liegen die Betriebe weit hinter den Niederlanden mit 25.209 Legehennen, Finnland (3.252), Belgien (3.249), Schweden (1.631), Dänemark (1.480) und Großbritannien (1.393). Für den Bauernverband zeigen diese Zahlen, dass die deutsche Tierhaltung keine „Massentierhaltung“ ist. Ein Wachstum der Tierbestände sei jedoch vor dem Hintergrund des Wettbewerbs auf den Agrarmärkten in allen EU-Ländern festzustellen, sowohl bei konventionellen Betrieben wie bei Bio-Betrieben und das in den alten EU-Ländern wie in den neuen mittel- und osteuropäischen EU-Ländern.