Agrar-Konjunkturbarometer bis Dezember gestiegen
Berlin, 28.01.2011. Die Stimmung der deutschen Landwirte hatte sich bis Ende Dezember 2010 und damit vor dem jüngsten Dioxinskandal weiter verbessert. Das geht aus dem jüngsten Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hervor. Die Stimmungskurve, die die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in Form eines Index zusammenfasst, tendierte weiter nach oben.
Die Einschätzung über die aktuelle wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft hat sich laut DBV besonders in den Ackerbau- und Milchviehbetrieben weiter verbessert. Lediglich bei den Veredlungsbetrieben falle die Lagebeurteilung gegenüber der vorangegangenen Erhebung etwas schlechter aus.
Absolut gesehen differiere die wirtschaftliche Zufriedenheit zwischen den einzelnen Betriebsformen nur wenig. Nahezu identisch seien die Befragungswerte in den Betriebsformen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren. Die Aussichten in den Milchviehbetrieben zeigten sich gegenüber September unverändert, während Ackerbau- und Veredlungsbetriebe eine leichte Abwärtstendenz aufwiesen. Mit der weiteren Aufhellung der Stimmung sei auch die Investitionsbereitschaft der Betriebe gestiegen, so der DBV. Rund 43 % der Betriebe wollten in den nächsten sechs Monaten investieren. Das sei etwas mehr als vor einem Jahr und deutlich mehr als bei der Befragung im September. Das für das nächste halbe Jahr beabsichtigte Investitionsvolumen steige auf 7,2 Mrd. Euro. Das sind 0,3 Mrd. Euro mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Kräftige Investitionszuwächse gebe es vorbehaltlich der Auswirkungen der Dioxinkrise bei Maschinen und Wirtschaftsgebäuden, während Investitionen in Erneuerbare Energien und hier insbesondere in Photovoltaikanlagen deutlich nachließen.