Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Gegen nationalen Alleingang beim Tiertransport

Gegen nationalen Alleingang beim Tiertransport

Bonn, 24.02.2011. „Mit großer Sorge verfolgen wir aktuelle Bestrebungen deutscher Behörden, über das geltende Recht hinaus und ohne jegliche wissenschaftliche Absicherung, im nationalen Alleingang Mindestmaße für die Laderaumhöhe von Tiertransporten festzulegen.“ Diese Befürchtung brachten der Deutsche Bauernverband (DBV), die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR), der Bundesverband Vieh und Fleisch (BVVF), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Verband der Fleischwirtschaft (VdF) und der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) in einem gemeinsamen Schreiben an die Agrarminister von Bund und Ländern zum Ausdruck.


Nationaler Alleingang schwächt Wettbewerbsfähigkeit
Nationaler Alleingang schwächt Wettbewerbsfähigkeit

Die Folge wären künftig nur noch einstöckige Rinder- und zweistöckige Schweinetransporte, die automatisch zu einer drastischen Erhöhung des Transportverkehrs mit negativen Auswirkungen für Umwelt und Klima führen würden.

Die Verbände fordern die Politik auf, eine ökologische und wirtschaftliche Folgenabschätzung vorzunehmen und die geplanten Raumhöhenangaben in wissenschaftlichen Studien für unterschiedliche Tierarten abzusichern. „Die Politik muss endlich ein einheitliches Vorgehen in der EU und auch beim Tierschutz eine Ein-zu-Eins-Umsetzung der Vorschriften vornehmen. Nationale Alleingänge und damit eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit kann nicht Ziel der Politik sein“, forderte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born. Bereits heute sei der Tiertransport sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene unter dem Aspekt des Tierschutzes rechtlich sehr weitgehend geregelt. Die gesamte Branche sorge mit ihrer guten fachlichen Praxis dafür, dass Nutztiere ohne Verletzungen und bei entsprechenden Temperaturvorgaben und guter Lüftung befördert würden. Hierzu sei in den letzen Jahren erheblich investiert worden, stellte Born fest.

 

Bauernverband kritisiert Pläne zu Tierschutz

Berlin, 10.02.2010. „Wir verwehren uns gegen eine populistische Tierschutzdebatte, wie sie jetzt von Ministerin Aigner losgetreten wird, ohne Rücksicht auf die fatalen Folgen für die deutschen Bauernfamilien“. Das erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung von Ministerin Aigner, im nationalen Alleingang eine Charta für Tierschutz durchzusetzen.

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