Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Bauern diskutieren mit EU-Kommissaren

Bauern diskutieren mit EU-Kommissaren

Stuttgart, 10.03.2011. „Die deutschen Bauern erbringen auf über 5 von 17 Millionen Hektar freiwillig zusätzliche Umweltleistungen“, erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf einem Diskussionsforum des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg mit den EU-Kommissaren Günther Oettinger und Dacian Cioloş. Diskutiert wurde über die im Rahmen der künftigen „Gemeinsame Agrarpolitik“ (GAP) angedachte Umverteilung der Direktzahlungen zwischen den Mitgliedsstaaten und die Bindung eines Teils der Zahlungen der Ersten Säule an zusätzliche Umweltmaßnahmen.


www.bauernverband.de
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Der Bauerpräsident wies darauf hin, dass die Entscheidungen des EU-Agrarministerrates und des Europäischen Parlamentes weit reichende Auswirkungen auf die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe haben werden und forderte, dass sich die Förderpolitik in der Zweiten Säule wieder stärker auf die Landwirtschaft konzentriere und dort mehr Finanzmittel zur Verfügung stelle. EU-Direktzahlungen aus der Ersten Säule erhalten die bäuerlichen Betriebe nur dann, wenn sie im Gegenzug bis zu 2.680 Anforderungen und 590 Standards erfüllen. „Diese Produktions- und Bewirtschaftungsauflagen sind wesentlich höher als in vielen Drittstaaten“, erklärt Sonnleitner. Aus diesem Grund sei eine Umverteilung von Zahlungen innerhalb der EU oder eine Senkung der Gelder inakzeptabel. Ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Lohn- und Kaufkraftniveaus und der relativen Einkommenssteigerung im landwirtschaftlichen Bereich werde eine solche Verschiebung den realen wirtschaftlichen Standortunterschieden in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten nicht gerecht.

 

Umweltbundesamt für nachhaltigen Biomasse-Einsatz

Dessau-Roßlau, 04.11.2010. Das Forschungsprojekt Bio-global des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt eine langfristige Strategie auf, mit der die Produktion und energetische Nutzung von Biomassen im Sinne der Nachhaltigkeit erfolgen kann. "Bioenergie kann nur dann sinnvoll sein, wenn deutlich weniger Treibhausgase entstehen als bei fossilen Energieträgern und keine Nachteile für die Umwelt auftreten.“ sagte Jochen Flasbarth, Präsident des UBA. Sein Amt fordert ein Umdenken beim Einsatz von Biomassen. Langfristig sollten weltweit alle Biomassen nachhaltig angebaut, verarbeitet und eingesetzt werden. Für dieses Ziel setze sich das UBA mit weiteren Forschungsarbeiten ein.

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