Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Raiffeisenverband bewertet Dioxin-Krise

Raiffeisenverband bewertet Dioxin-Krise

Münster, 16.03.2011. „Es muss uns nun rasch gelingen, das Vertrauen der Verbraucher wieder herzustellen, aber auch daran zu arbeiten, das Vertrauen in unsere guten Qualitätsmanagementsysteme nachhaltig zu stärken“. Das erklärte Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) anlässlich der 5. Fachtagung für Futterwirtschaft des Verbandes, die ganz im Zeichen der Konsequenzen des Dioxin-Geschehens stand.


Mastschweine
Mastschweine

Bislang werde viel zu wenig wahrgenommen, dass durch die QM-Systeme weitgehend verhindert werden konnte, dass belastetes Fleisch in die Nahrungskette gelangte. Unverschuldet hätten die Genossenschaften als Mischfutterhersteller und tausende von landwirtschaftlichen Betrieben großen wirtschaftlichen Schaden erlitten. Neben den finanziellen Verlusten sei vor allem der Imageschaden immens. Verunsicherung und Wut gegenüber den Lieferanten hätten insbesondere die Futtermittelhersteller zu spüren bekommen.

Der DRV begrüßt in diesem Zusammenhang den von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgelegten Aktionsplan „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“ als einen realistischen Lösungsansatz. Insbesondere die strengeren Anforderungen für Futterfett verarbeitende Betriebe müssen schnellstmöglich umgesetzt werden. Wenn Bund und Länder koordiniert die Überwachungssysteme verbesserten, werde das vom DRV unterstützt. Allerdings müsse bei der Umsetzung des Aktionsplanes auf die Details geachtet werden. Nationale Alleingänge führten in einem intensiv vernetzten europäischen Markt nicht zu mehr Sicherheit. Sie benachteiligten vielmehr die deutsche Wirtschaft einseitig und gefährdeten letztlich Arbeitsplätze. Grundsätzlich würden sich die Unternehmen auf noch stringentere Rahmenbedingungen einstellen. Konkret sollten zeitliche Lücken zwischen dem Inverkehrbringen des Futtermittels und Vorliegen sicherheitsrelevanter Analyseergebnissen geschlossen werden. „Wir müssen die Kontroll- und Prüfsysteme zwischen Vorlieferanten und nachgelagerter Stufe synchronisieren. Im genossenschaftlichen Verbund wollen wir Synergieeffekte bei der Vernetzung von Dokumentations-, Informations- und Risikomanagementsystemen für Futtermittelhersteller erzielen“, so Nüssel.
 

 

Dioxinkrise stoppt Rekordjagd des Agrarrohstoff-Index

Bonn, 10. Februar 2011. Die Rekordjagd des Agrarrohstoff-Index ist im Januar 2011 durch die Dioxinkrise und den sich anschließenden Preisverfall am Schweinemarkt gestoppt worden. Darauf weist die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hin. Im Vergleich zum Dezember 2010 sei der Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Landwirtschaft im Januar um gut 0,5 Prozent auf 133,65 Indexpunkte zurückgegangen. Im Dezember 2010 sei der Index für die 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe noch auf den höchsten Stand seit Juni 2008 geklettert, so die AMI-Mitteilung.

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