Bauernverband fordert sachliche Diskussion um Biokraftstoffe
Berlin, 16.03.2011. Für den Deutschen Bauernverband (DBV) ist die sehr grundsätzlich geführte, kritische Debatte über Biokraftstoffe nicht nachvollziehbar. Es gebe klare ökologische Vorteile der nachwachsenden Rohstoffe, die im vollen Wettbewerb erzeugt würden. Der Verband fordert deshalb Politik und Öffentlichkeit zur Sachlichkeit auf. Die begrenzte Beimischung von Biokraftstoffen müsse als Chance begriffen werden, um die extreme Abhängigkeit von Erdölimporten zu mindern. Insbesondere gelte es, die Verunsicherung der Autofahrer hinsichtlich der Fahrzeugverträglichkeit des Biokraftstoffs abzubauen.
Der DBV wirbt dafür, den Verbrauch klimaschädlicher Energieträger und Rohstoffe - zumindest teilweise - durch klimafreundliche, nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. In dieser Strategie hätten immer auch die Biokraftstoffe eine besondere Rolle gespielt, weil sie in Deutschland und Europa unter Einhaltung strikter Nachhaltigkeitskriterien erzeugt würden.
Vor diesem Hintergrund hätten die politischen Entscheidungsträger über alle Parteigrenzen hinweg in Deutschland wie auf europäischer Ebene diese Entwicklung konsequent unterstützt. Sie seien dabei sowohl von den Automobilherstellern wie von der Mineralölwirtschaft stets positiv begleitet worden. Auf dieser Grundlage hätten die Land- und Agrarwirtschaft in erheblichem Umfang in Anbau und Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen investiert und zugleich ein lückenloses Zertifizierungsverfahren zur Dokumentation der Nachhaltigkeit aufgebaut. Dabei werde die Einhaltung von Arten- und Naturschutzauflagen ebenso einbezogen wie die Senkung der CO2-Emissionen um mindestens 35 Prozent, künftig 50 Prozent gegenüber der Verwendung von Erdöl. Angesichts der ökologischen Vorteile und im vollen Wettbewerb erzeugter Rohstoffe, sei die sehr grundsätzlich geführte kritische Debatte über Biokraftstoffe nicht nachzuvollziehen.