Maisanbaufläche steigt
Bonn, 30.03.2010. In Deutschland wird die Anbaufläche von Mais in diesem Jahr voraussichtlich um 4,4 Prozent auf 2,39 Mio. ha anwachsen. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Maiskomitees (DMK). Zwischen den einzelnen Bundesländern und Regionen zeigten sich allerdings deutliche Unterschiede.
Die größten Steigerungen der Maisanbaufläche seien in Mitteldeutschland (+7 bis 11 %) sowie Sachsen (+9,6 %) zu erwarten. Dies sei vor allem auf die wachsende Anzahl der Biogasanlagen in diesen Regionen zurückzuführen. In Schleswig-Holstein wurden unter anderem aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen weniger Winterraps und Wintergetreide ausgesät. Nicht zuletzt deshalb sei dort derzeit mit einer Ausweitung der Maisanbaufläche um etwa 1 % zu rechnen, so das DMK. Auch in Bayern werde die Anbaufläche für Mais um 2.700 ha auf 500.600 ha leicht steigen. Für Baden-Württemberg prognostizierten die Markforscher sogar einen leichten Rückgang für den Mais um 1,9 %. Insgesamt seien rund 480.000 ha Körnermais und CCM geplant. Gut 1,9 Mio. ha entfielen somit auf Silomais. Nach Berechnungen des DMK sind darin rund 650.000 ha für die Nutzung von Mais als Biogassubstrat enthalten.