Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Bauernverband verteidigt Nahrungsmittelpreise

Bauernverband verteidigt Nahrungsmittelpreise

Berlin, 07.04.2011. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Gerd Sonnleitner widerspricht Behauptungen, Lebensmittel würden durch Biokraftstoffe deutlich teurer: „Wir Bauern können uns über die schräge E10-Debatte nur die Augen reiben. Da setzen wir 2 bis 5 Prozent unserer Produktion für Biokraftstoffe ein, um die Abhängigkeit der deutschen Autofahrer von Gaddafi und anderen Öldespoten zu vermindern und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun, dann wird diese völlig unsachlich kritisiert. Da kommen wir nach Jahrzehnten endlich aus der Tretmühle sinkender Milch-, Getreide- und Fleischpreise heraus, dann wird daraus eine ‚Verknappung für die Welternährung’“. Tatsächlich aber werde neuerdings sogar mit Nachhaltigkeitszertifikaten nachgewiesen, dass Biokraftstoff keinen Wald verdrängt. Außerdem lieferten Biokraftstoffe als Koppelprodukt Eiweißfuttermittel, die ansonsten aus Übersee importiert werden müssten.


www.bauernverband.de
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Wenn die Nahrungsmittel jetzt aus den Discountertiefstpreisen heraus kämen, so sei das eine Wertschätzung für die Arbeit der Bauernfamilien und keine Katastrophe für unsere Verbraucher, erklärte der DBV-Präsident weiter. Die deutschen Verbraucher würden derzeit nur 11 Prozent ihrer Einkommen für Lebensmittel ausgeben. Damit stünden sie am untersten Ende in Europa. Angesichts dieser Fakten hält der Bauernverband die Kampagne gegen Erneuerbare Energie und Biokraftstoffe für abwegig. Sollten in Deutschland die Atommeiler abgeschaltet werden, sei umweltfreundlich erzeugte Biomasse für Strom, Wärme und Benzin unverzichtbar. Der DBV weist weiter darauf hin, dass die Erzeugerpreise für Getreide bereits in den 1980er Jahren bei etwa 25 Cent/kg lagen. Dieses Preisniveau am Getreidemarkt wurde erstmals in den Jahren 2007/08 und 2010/11 wieder annähernd erreicht. Beschwerden von Teilen der Ernährungsindustrie über angeblich zu hohe Beschaffungskosten bzw. über hierdurch steigende Lebensmittelpreise hätten keine Substanz. Belastend seien aber die sehr starken Preisschwankungen binnen kurzer Zeit.

 

Bauernverband fordert sachliche Diskussion um Biokraftstoffe

Berlin, 16.03.2011. Für den Deutschen Bauernverband (DBV) ist die sehr grundsätzlich geführte, kritische Debatte über Biokraftstoffe nicht nachvollziehbar. Es gebe klare ökologische Vorteile der nachwachsenden Rohstoffe, die im vollen Wettbewerb erzeugt würden. Der Verband fordert deshalb Politik und Öffentlichkeit zur Sachlichkeit auf. Die begrenzte Beimischung von Biokraftstoffen müsse als Chance begriffen werden, um die extreme Abhängigkeit von Erdölimporten zu mindern. Insbesondere gelte es, die Verunsicherung der Autofahrer hinsichtlich der Fahrzeugverträglichkeit des Biokraftstoffs abzubauen.

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