Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Raiffeisenverband korrigiert Ernteschätzung nach unten

Raiffeisenverband korrigiert Ernteschätzung nach unten

Berlin, 18.04.2011. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat seine Schätzung der Getreide- und Ölsaatenernte 2011 nach der April-Umfrage bei seinen Mitgliedsgenossenschaften witterungsbedingt weiter nach unten korrigiert. Der Verband erwartet aktuell eine Getreideernte von nur noch 44,1 Mio. t. Die Ernte von Winterraps wird auf 5,2 Mio. t veranschlagt.


Getreidefläche vom DRV niedriger veranschlagt
Getreidefläche vom DRV niedriger veranschlagt

Die Getreidefläche wird vom DRV auf 6,52 Mio. ha und damit um etwa 1,8 % niedriger veranschlagt als im Vorjahr. Insbesondere der Anbau von Roggen und Gerste sei deutlich reduziert worden, der Anbau des ertragsstärkeren Winterweizens dagegen leicht ausgedehnt. Die im Herbst 2010 gesäten Feldbestände hätten nach dem außergewöhnlich langen Winter noch einen leichten Vegetationsrückstand. Die Vegetationsentwicklung sei in vielen Regionen aufgrund der zu geringen Niederschläge in den Monaten März und April alles andere als optimal.

Vor diesem Hintergrund schätzt der Raiffeisenverband den durchschnittlichen Getreideertrag derzeit auf 67,6 dt/ha. Gegenüber dem relativ niedrigen Vorjahreswert (66,7 dt/ha) bedeute dies eine Steigerung um knappe 1,5 % bzw. 100 kg Getreide je Hektar. Unter der Voraussetzung weitgehend normaler Witterungsverhältnisse veranschlagt der DRV die kommende Getreideernte derzeit auf 44,1 Mio. t. Dies entspreche nur knapp dem Vorjahresniveau, im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre habe das Erntevolumen immerhin 46 Mio. t betragen. Auch die Winterrapsernte schätzt der DRV aufgrund einiger Auswinterungsschäden und der zu geringen Niederschläge niedriger ein als im Vorjahr. Bei der Kalkulation der Winterrapsernte veranschlagt der DRV einen Durchschnittsertrag von 36 dt/ha. Gegenüber dem Vorjahr (39 dt/ha) entspreche dies einem Minderertrag von 8 %. Die Anbaufläche im Herbst 2010 sei nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes um rund 1,2 % bzw. knapp 10.000 ha eingeschränkt worden. Möglicherweise müsse zur nächsten Schätzung, wenn sich die Auswinterungsschäden klarer beziffern ließen, die Fläche nochmals um den gleichen Wert reduziert werden, so der DRV. Das Volumen der Winterrapsernte veranschlagt der Verband auf 5,2 Mio. t, der 5-Jahresdurchschnitt liege bei 5,5 Mio. t. Das Ergebnis der Vorjahresernte (5,7 Mio. t) werde immerhin um 600.000 t oder 9 % verfehlt.

 

Maisanbaufläche steigt

Bonn, 30.03.2010. In Deutschland wird die Anbaufläche von Mais in diesem Jahr voraussichtlich um 4,4 Prozent auf 2,39 Mio. ha anwachsen. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Maiskomitees (DMK). Zwischen den einzelnen Bundesländern und Regionen zeigten sich allerdings deutliche Unterschiede.

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