Eierverbrauch 2010 weiter gestiegen
Berlin, 20.04.2011. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern ist in Deutschland 2010 um 1,5 % auf 214 Eier angestiegen. Das berichtet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Damit liege der Jahresverbrauch bei insgesamt fast 17,47 Mrd. Eiern. Gut die Hälfte der Eier werden von privaten Haushalten direkt als frische Eier in der Schale gekauft. Der Selbstversorgungsgrad habe im vergangenen Jahr bei 58,3 % gelegen und erreiche damit einen neuen Tiefstand.
Nach dem Ausstieg Deutschlands aus der konventionellen Käfighaltung hat sich die Produktionsstruktur geändert. Während vor fünf Jahren noch über 70 Prozent der Legehennen in konventionellen Käfigen gehalten wurden, betrug dieser Anteil 2010 nur noch 18,2 %. Mit 62,8 % war im vergangenen Jahr der Großteil der Legehennen in der Bodenhaltung untergebracht, 2006 waren es erst 15,1 %.
Das Ministerium weist darauf hin, dass die Verbraucher durch die obligatorische EU-weite Kennzeichnung bei Eiern der Güteklasse A sowohl die Haltungsform als auch die Herkunft des Eis feststellen können. Die Kennzeichnung der Eier in der Schale sei EU-weit einheitlich in Vermarktungsnormen geregelt. Diese Normen gelten für unverarbeitete Eier und nicht für die gekochten und gefärbten Eier. Als verarbeitete Lebensmittel unterliegen Eier dem allgemeinen Lebensmittelkennzeichnungsrecht, das ebenfalls EU-weit Gültigkeit habe. Hier seien verpflichtende Angaben über Haltungsformen nicht vorgesehen. Den Herstellern ist es auf freiwilliger Basis erlaubt, bei Lebensmitteln, die Eier enthalten, auch die Haltungsform mit anzugeben.