Kommunikationsoffensive für deutsches Geflügelfleisch
Berlin, 03.05.2011. Geflügelfleisch erfreut sich mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 19,3 kg/Jahr weiterhin wachsender Beliebtheit. „Neben den positiven ernährungsphysiologischen Eigenschaften interessierten sich die Verbraucher jedoch auch zunehmend für die Art und Weise der Erzeugung“, erklärte Dr. Thomas Janning, Geschäftsführer der Informationsgemeinschaft Deutsches Geflügel (IDEG). Diesen Aspekt soll eine neue Internetseite beleuchten, die einen Überblick über alle Standards verschaffen soll, die mit der Geflügelhaltung in Deutschland verbunden sind.
So spiele im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung der Schutz der Tiere eine wichtige Rolle. Die deutsche Geflügelfleischwirtschaft sei hier bereits seit Jahren Vorreiter, so Dr. Janning. Am Beispiel der so genannten „Hähnchenhaltungsverordnung“ werde deutlich, dass Deutschland die EU-Richtlinie zur Hähnchenaufzucht bedeutend restriktiver in nationales Recht umgesetzt habe, als von der Europäischen Kommission vorgesehen. Die Putenhaltung erfolge seit 1999 gemäß den „bundeseinheitlichen Eckwerten”, mit denen die Regelungen des Tierschutzgesetzes konkretisiert wurden. So werde vor allem die Pflege und die Versorgung der Tiere sowie die Besatzdichte, Beleuchtung und Belüftung in den Ställen bundesweit einheitlich geregelt. Transport und Verarbeitung des Geflügels seien darüber hinaus in Deutschland durch strenge Gesetze – wie die Tierschutztransportverordnung und die Tierschutz-Schlachtverordnung – geregelt. Wer in Deutschland Geflügel halten möchte, müsse zunächst seine Sachkunde und sein Fachwissen im Umgang mit Geflügel nachweisen. Ein wichtiger Bestandteil der sachgerechten Geflügelhaltung sei die mehrmals täglich stattfindende Überprüfung des Zustands der Tiere sowie der Versorgungseinrichtungen und des Stalles. Unterstützt würden die Geflügelhalter zudem durch amtliche Veterinäre, die durch regelmäßige Untersuchungen des Geflügels gewährleisteten, dass die Tiere gesund aufwachsen und nur gesunde Tiere zu den Verarbeitungsbetrieben gelangten.