Andere Energie- und Flächenpolitik gefordert
Berlin, 26.05.2011. „Das EEG darf sich nicht aus der Landwirtschaft verabschieden und nur Großanlagen ins Visier nehmen.“ In dieser Einschätzung waren sich der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, und die Abgeordneten der Arbeitsgruppe Landwirtschaft der CDU/CSU-Fraktion unter Leitung von Franz-Josef Holzenkamp bei einem Meinungsaustausch einig. Es sei zwar vieles gut in den Vorstellungen des Umweltministeriums, erklärte Sonnleitner, aber eine Überförderung industrieller Großanlagen würde innerhalb der Landwirtschaft, vor allem aber auch in der Bevölkerung, auf große Akzeptanzprobleme stoßen.
Auch deshalb unterstütze der DBV die Vorschläge des Landwirtschaftsministeriums, eine kleinere Anlageklasse mit hohem Gülleanteil einzuführen. Die Entscheidung über die Neuausrichtung der Energieversorgung in Deutschland müsse zudem zu einem Paradigmenwechsel in der Beurteilung des Flächenverbrauchs führen. Die Abgeordneten unterstützten dabei das vom DBV geforderte „Flächenschutzprogramm“. Wer eine beschleunigte Energiewende wolle, müsse auch über den Naturschutzausgleich sowie die Entschädigungsfrage beim Energietrassenausbau reden, so die Forderung des DBV-Präsidenten.