Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Steigende Nachfrage nach Mischfutter erwartet

Steigende Nachfrage nach Mischfutter erwartet

Brüssel, 14.06.2011. Der Europäische Mischfutterverband (FEFAC) hat für 2010 eine Gesamtproduktion von rund 150 Mio. t Mischfutter errechnet. Das sind 1,4 Prozent mehr als in 2010, jedoch deutlich weniger als im Rekordjahr 2008 (153,4 Mio. t). Die EU-Futtermittelnachfrage stand nach FEFAC-Information im Zeichen einer teilweisen Erholung der Verbrauchernachfrage nach tierischen Produkten.


Geringere Verfügbarkeit von Grünfutter und Getreide aufgrund vorherrschender Trockenheit
Geringere Verfügbarkeit von Grünfutter und Getreide aufgrund vorherrschender Trockenheit

Der Fleischkonsum in der EU-27 sei im vergangenen Jahr gegenüber 2009 um 1 kg pro Kopf angestiegen, liege aber dennoch 3,5 kg pro Kopf unter dem Niveau von 2008. Die Krise im Schweinesektor, verschärft durch die steigenden Kosten für Futtermittel-Rohstoffe, habe zu einer leicht gesunkenen Nachfrage nach industriellem Schweinefutter geführt, obwohl die Schweinefleischproduktion um 2 Prozent angestiegen war.

Für 2011 erwartet FEFAC eine stabile Mischfutterproduktion. Während die Erzeugung von Rinderfutter um 2 Prozent und die Nachfrage nach Geflügelfutter um 0,5 Prozent steigen soll, wird eine Verringerung des Schweinefutteraufkommens um weitere 1,5 Prozent vorhergesagt. Als wichtige Einflussfaktoren identifiziert der Branchenverband eine geringere Verfügbarkeit von Grünfutter und Getreide aufgrund der in Teilen Europas vorherrschenden Trockenheit sowie die andauernde Krise auf dem Schweinemarkt, die durch anziehende Getreidepreise verschärft werden dürfte. Ferner hoffen die Mischfutterhersteller auf die baldige praktische Anwendung der sogenannten technischen Lösung beim Nachweis von Spuren von in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in Importfuttermitteln aus Drittländern. Bislang sorgte hier die geltende Nulltoleranz für Rechtsunsicherheit bei den Importeuren.

 

Knappe Rohstoffverfügbarkeit treibt Futtermittelpreise

Berlin/Bonn, 30.03.2011. Die festen Rohstoffmärkte und die Entwicklung der landwirtschaftlichen Tierhaltung haben der deutschen Futtermittelwirtschaft im Jahr 2010 Zuwächse bei Absatz und Umsatz gebracht. Der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) beziffert den Umsatz der Branche in Deutschland auf etwa 6,7 Mrd. Euro, 8 Prozent mehr als 2009. Der Umsatzanstieg sei zu gleichen Teilen durch Preissteigerungen und durch einen Zuwachs der Absatzmengen entstanden. Schwache Getreideernten sowie eine nach der Weltwirtschaftskrise wiederbelebte Rohstoffnachfrage hätten den Preisanstieg vor allem in der zweiten Jahreshälfte forciert.

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